Die Serie hält: Huskies drehen Spiel gegen Freiburg

Was für eine Schlussphase: Die Kassel Huskies schienen das Spiel gegen die Wölfe Freiburg schon verloren zu haben. Das letzte Drittel hielt dann aber eine Menge Überraschungen bereit. Am Ende schlagen die Huskies Freiburg mit 5:3 (1:1, 0:2, 4:0).

Eishockey. Die Heimspielserie, sie hält. Die Kassel Huskies bleiben in der eigenen Halle unbesiegt und feiern ihren achten Heimspielerfolg in dieser Saison. Dabei sah es zuerst nicht nach einem Heimsieg für die Kassel Huskies aus. Eher nach einem Wochenende ohne Punkte. Doch dank eines starken und furiosen letzten Drittels kam die Mannschaft von Trainer Tim Kehler, nach einem 1:3 Rückstand, gegen die Wölfe Freiburg nochmal zurück und schlug die Gäste am Ende mit 5:3.

So gut wie der Abend endete, so hatte er aber auch begonnen. Es gab Besuch aus Down Under (Brisbane), von Austauschschülern des Engelsburg Gymnasium. Ehrenamtliche Helfer, die im Mai bei einem starken Unwetter die Feuerwehr unterstütze, wurden von den Huskies zum Spiel eingeladen. Das Puckkind drehte ein paar Extrarunden, hielt auch dem Gegner die Faust zur Begrüßung hin und wurde dafür von den 3152 Zuschauern gefeiert. Und weil das noch nicht genug war, wurde Marco Müller für sein 300. Spiel im Huskies-Trikot geehrt.

Bildergalerie: Kassel Huskies schlagen Wölfe Freiburg mit 5:3

 © Soremski
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Und am Ende gab es dann auch noch drei Punkte. Also ein rundum gelungener Abend? Am Ende schon, allerdings sah es lange Zeit gar nicht so gut aus, für die Männer von Tim Kehler. Die Schlittenhunde begannen zwar ordentlich, ließen dann aber auch stark nach. Nach toller Vorarbeit von Nouredinne Bettahar netzt Spencer Humphries zur frühen 1:0 Führung ein (6.). Diese hat aber nicht lange bestand. Zunächst pariert Leon Hungerecker im Tor der Huskies noch gegen Pageau, ist dann aber gegen den Schuss von Freiburgs Luke Pither machtlos (9.).

Corey Trivino saß zu diesem Zeitpunkt wegen unnötiger Härte in der Box. Eine vertretbare Entscheidung der Schiedsrichter, die ansonsten äußerst kleinlich pfiffen. Der Ausgleich hatte den Huskies aber zugesetzt. Die sonst so starke Offensive kam kaum zum Zug, es fehlte an Durchschlagskraft und Präzision. Die beste Gelegenheit auf die erneute Führung hatte noch Denis Shevyrin in Überzahl, scheiterte aber an Ben Meisner (15.).

So entwickelte sich ein zunächst recht chancenarmes Spiel, denn auch die Wölfe kamen erst später zu ihren Gelegenheiten. Eine davon hatten sie in der 31. Minute - und wussten diese auch zu nutzen. Nikolas Linsenmaier hat kurz hinter der Blauen Linie zu viel Zeit, nimmt Maß und trifft zur Freiburger Führung. Wieder zeigen sich die Huskies schockiert. Und das nutzen die Wölfe. Nur wenige Sekunden später ist es wiederum Pither, der auf 3:1 erhöht (32.).

Die Führung war verdient. Die Niederlage in Frankfurt am Freitag schien den Huskies ordentlich zugesetzt zu haben. In jedem Fall hatte sie Kraft gekostet. Die Huskies gaben sich aber noch nicht geschlagen.

Huskies drehen das Spiel im letzten Drittel 

Denn auch wenn die Huskies heute nicht ihren besten Tag erwischten, kämpferisch konnte man ihnen keinen Vorwurf machen. Und der Kampf wurde belohnt: Verteidiger Stephan Tramm verkürzt zunächst auf 2:3 (48). Jetzt waren die Schlittenhunde wieder dran, überstanden in Unterzahl und hatten durch Alexander Karachun (53.) und Austin Carroll (56.) zwei dicke Gelegenheiten.  

Und dann passiert es, die Huskies nutzen ihre Überlegenheit im letzten Drittel - und wie! Denis Shevyrin bringt die Scheibe im Netz der Gäste unert - 3:3 (56.). Jetzt riecht es förmlich nach  Overtime. Lois Spitzner hält davon aber nicht viel, fasst sich ein Herz und trifft zum 4:3 in der letzten Minute (60)! 50 Sekunden sind noch zu spielen, die Gäste nehmen ihren Torwart vom Eis, Corey Trivino trifft zum 5:3 Endstand.

Kassel Huskies - EHC Freiburg 5:3

Tore: 1:0 Humphries (6.), 1:1 Pither (9.), 1:2 Linsenmaier (31.), 1:3 Pither (32.), 2:3 Tramm (48.), 3:3 Shevyrin (56), 4:3 Spitzner (60.), 5:3 Trivino (60.)

Zuschauer: 3152

Rubriklistenbild: © Soremski

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