Warum haben die Kassel Huskies Milan Mokros nicht gebührend verabschiedet?

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Abschied: Alle sieben Nachwuchs-Teams der Huskies verabschiedeten die Trainer  Milan Mokros (re.) und Knut Vogel.

Er hat das Kasseler Eishockey geprägt wie kein zweiter: Zunächst als Spieler, später als Coach und äußerst erfolgreicher Jugendtrainer. Doch Kassels Eishockeyclub versagte ihm den Abschied auf großer Bühne. Ein Kommentar.

„Im Herzen ein Husky“ – mit diesem Slogan wollte Kassels Eishockeyclub in dieser Saison Sympathiepunkte sammeln. Es ist nicht gelungen. In einer wahren Chaos-Saison blieb vielen der treuesten Anhänger nur noch stummes Kopfschütteln. Dabei sind sie ja einiges an Kummer gewohnt. Da wünschte man sich postitive Schlagzeilen – und wundert sich, wie die besten Chancen dazu auch neben dem Eis vergeigt werden. Mit Milan Mokros hat am Wochenende einer der ganz großen des Kasseler Eishockeys seine Schlittschuhe an den Nagel gehängt. Als Spieler schon ein echter „Typ“ hat Mokros später als Jugendcoach nicht nur zig Talente nach oben befördert – er hat durch sein Wirken schlichtweg die Basis des Eishockeysports in Kassel gebildet. Große sportliche Erfolge gefeiert und aus kleinen Huskies großartige, verantwortungsbewusste Persönlichkeiten geformt. Als die Schüler- und Jugendmannschaften am Samstagvormittag ihrem Coach einen emotionalen Abschied beim letzten Training bereiteten, schaute auch eine Delegation des DEL 2-Clubs vorbei. Die große Bühne aber, die Würdigung der Verdienste um Breiten- und Spitzensport, blieb Milan Mokros von Seiten der Kassel Huskies versagt. Dabei wäre es nur zu verdient gewesen, diesem Mann vor großer Kulisse zu danken. Milan, wir danken Dir für alles, was du für das Kasseler Eishockey getan hast! Und hoffen, dass Du wenigstens eine Freikarte auf Lebenszeit von den EC Kassel Huskies bekommen hast.

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