Zwischen Hanteln, Golf und Kältesauna: So halten sich die Kassel Huskies fit

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Auf die richtige Technik und Körperhaltung legt Trainer Andreas Schumacher viel Wert: Hier gibt er Kapitän Alex Heinrich Hilfestellung.
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Michi Christ.
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Schwitzen auf dem Fahrrad: Derek Dinger und Ex-Husky Toni Ritter.
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Gleich wirds kalt: Trainer Andreas Schumacher bereitet die Kältesauna für Derek Dinger vor.
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Cold as Ice: Michi Christ bei -191 Grad in der Kältesauna.
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Sie hatten eine lange Pause nach einer enttäuschenden Saison ohne Playoff-Teilnahme. Doch so lang, wie viele denken, war die Pause für die Spieler der Kassel Huskies gar nicht.

Eishockey. „Die Jungs haben rund zwei Wochen nach ihrem letzten Spiel angefangen bei mir zu trainieren“, sagt Andreas Schumacher von Nutreas Athletics. Schon seit Ende April macht der Personaltrainer die Huskies Alexander Heinrich, Derek Dinger, Michi Christ sowie Marco Müller und Richie Mueller fit – der Kasseler Kern. Auch die Ex-Schlittenhunde Mirko Pantkowski und Toni Ritter gehören zur Trainingsgruppe. „Der Andreas macht uns ordentlich fit“, sagt Ritter und lacht, während er neben Derek Dinger auf dem Fahrrad sitzt.

"Legen hier die Grundlage für eine lange Saison"

Aber wenn die Huskies schon so lange im Training sind, wann haben sie sich regeneriert? „Das haben wir in den Trainingsplan mit eingebaut“, sagt Schumacher. „Zunächst haben wir analysiert, welche Muskelgruppen schwächer und welche stark sind. Wenn man dann die schwachen Muskeln den starken anpasst, verbessern sich die Jungs automatisch.“ Wer also glaubt, die Huskies würden das Eis für mehrere Monate gegen den Strand eintauschen, täuscht sich. „Hier legen wir die Grundlage für eine lange Saison und ich kenne den Sommer ja eigentlich gar nicht anders. Ausschließlich entspannen ist bei uns eben nicht drin“, sagt Kapitän Alex Heinrich, „und wenn man in den Urlaub fährt, kann das ja auch ein Aktivurlaub sein.“

So wie sein Trip nach Kanada, um Ex-Husky Jens Meilleur zu besuchen, der jetzt in Manitoba als Farmer im Familienbetrieb arbeitet. „Jens hat sich drei Wochen frei genommen und mir Kanada gezeigt – so viel wie wir da gelaufen sind, war das gar kein schlechtes Training!“ Früher gab es noch Spieler, die noch schnell ein paar Chicken Wings verdrückt haben und dann zum Trainingsauftakt gegangen sind – diese Zeiten sind längst vorbei.

Kältesauna zur Regeneration

Und nach einem anstrengenden Training geht es für die Schlittenhunde in die Kältesauna. „Die Methode arbeitet mit trockener Kälte durch verdampfenden Stickstoff, ist also viel angenehmer zu ertragen und schon zwei Minuten bei -150 Grad reichen aus, um die Erholungsphase möglicherweise zu verkürzen und gegebenenfalls die Leistungsfähigkeit zu erhöhen“, sagt Andreas Schumacher – also perfekte Bedingungen für die Schlittenhunde.

Und was machen die restlichen Huskies, die nicht in Kassel trainieren? Viele von ihnen waren in der Heimat, wie zum Beispiel Mark Ledlin, der den Sommer bei seiner Familie in Vancouver verbrachte. „Ich habe ja letztes Jahr viel verpasst, weshalb ich hier auch viel mit meinem Vater auf dem Eis trainiere. Ich bin so motiviert wie noch nie und will den Fans mein bestes Eishockey zeigen“, so Ledlin. Doch wenn man schon mal in der Heimat ist, will man auch die Zeit dort genießen. „Das kann man schon unter einen Hut bringen“, sagt Ledlin, „mein Training habe ich bis 17 Uhr absolviert und dann gehen wir zum Beispiel Golf spielen – zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.“

Trainingsauftakt am 12. August

Die Schlittenhunde werden also keineswegs mit Übergewicht aufs Eis zurückkehren, so viel steht fest. Eine enttäuschende letzte Saison wollen sie vergessen machen. Und was ist nun nächstes Jahr für die Huskies drin? „Schwierig zu sagen, weil sich ja auch die anderen Teams verstärkt haben. Aber wir haben eine gute Truppe zusammen und im Verein herrscht Ruhe, das ist enorm wichtig“, sagt Kapitän Alex Heinrich. „Wir sind froh, wenn es wieder aufs Eis geht und dann werden wir hart für eine erfolgreiche Saison arbeiten.“ Aufs Eis geht es für die Kassel Huskies wieder am Montag, 12. August, zum Trainingsauftakt – und zwar topfit.

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