Erster Saisonsieg: KSV Hessen schlägt Türk Gücü Friedberg mit 4:2

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Erster Sieg im zweiten Spiel: Am Sonntagnachmittag schlug der KSV Hessen Türk Gücü Friedberg mit 4:2 (2:1) in einem unterhaltsamen Spiel.

Fußball. Die Löwen starteten mit drei Änderungen gegenüber der Auftaktniederlage in Stadtallendorf ins Spiel. Marco Dawid, Dominik Schneider und Adrian Bravo-Sanchez mussten auf die Bank. Für sie starteten Ingmar Merle, Brian Schwechel und Neuzugang Nasuf Zukorlic.

Und während in der Innenstadt die Zisselumzüge in geordneten Bahnen verliefen, war das Spiel nicht von Ordnung geprägt. Der KSV Hessen wirkte verunsichert und leistete sich, wie schon in Stadtallendorf, viele individuelle Fehler. So wie KSV-Verteidiger Alexander Mißbach, der sich bei einem Rückpass völlig verschätze. Friedbergs Shelby Printemps wusste das zu nutzen, lief alleine auf Niklas Hartmann zu und schob zur frühen 1:0  Führung für die Gäste ein (18.).

Wenig hochklassig, dafür unterhaltsam

Stille im Auestadion – zurecht. Allerdings hatten die Löwen schnell eine Antwort parat. Über Zukorlic und Merle gelangt der Ball zu Mahir Saglik, der per Kopfball das 1:1 erzielt (22.). Doch viel Zeit zum Durchatmen blieb den Zuschauern nicht, in einem weniger hochklassigen, dafür aber unterhaltsamen Spiel.

Denn das Spiel hatte eigentlich alles zu bieten, gelungene Spielzüge, schlimme Fehlpässe,  allein sechs Gelbe Karten in der ersten Halbzeit, ein Fallrückzieher-Tor (dazu später mehr) – und einen Elfmeter. Lukas Iksal war gefoult worden, den fälligen Elfer setzte Mahir Saglik aber deutlich über das Tor. Am Punkt rutschte er aus, schoss sich selber an und vorbei war die Chance zur Führung (37.).

Bildergalerie: KSV Hessen Kassel schlägt Friedberg

 © Soremski
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Der KSV bekam  zu diesem Zeitpunkt keine Struktur ins Spiel, schaffte es nicht, Türk Gücü Friedberg in Schach zu halten. So war das 2:1 der Löwen auch eher ein Zufallsprodukt. Mahir Saglik bekommt den Ball unfreiwillig, nimmt den Ball mit der Hacke mit und lupft aus rund 18 Metern den Ball über Türk Gücü Torwart Tolga Sahin – 2:1 (39.)!

Und was darf bei einem unterhaltsamen Spiel nicht fehlen? Richtig, ein Fallrückzieher-Tor! Kurz nach Wiederanpfiff kommt Sebastian Schmeer mit dem Rücken zum Tor an den Ball und trifft sehenswert per Fallrückzieher zum 3:1 (46.).

Geht doch, werden sich die 1600 KSV-Fans im Kasseler Auestadion gedacht haben. Denn nun war der Knoten geplatzt, das 3:1 gab den Löwen Sicherheit und die Fehlpassquote sank – und offensiv gab es jetzt Chance um Chance. Die nächste nutzte wiederum Mahir Saglik zu seinem dritten Treffer an diesem Tag (62.). Ingmar Merle, heute als Rechtsverteidiger in der Startelf, tankte sich über die Außenbahn durch und bediente den freistehenden Mahir Saglik in der Mitte.

Offensiv war der KSV Hessen jetzt also auf der Höhe, in der Defensive wartet aber noch viel Arbeit auf KSV-Trainer Dietmar Hirsch. Ein langer Ball und schon war die KSV-Abwehr überspielt, Printemps hat dann noch massig Zeit den Ball zu kontrollieren und findet Solak – nur noch 4:2 (69.). Bezeichnend für das Spiel: Fünf Löwen kontern, ein Friedberger Verteidiger stellt sich ihnen entgegen - am Ende ist der Pass auf Saglik schlecht und dieser verstolpert den Ball.

So blieb es beim 4:2, trotz weiterer Chancen in der Schlussphase durch Brill, Saglik und Mogge. Der KSV verhindert damit einen katastrophalen Saisonstart, hat aber noch eine Menge Arbeit vor sich.

Aufstellungen

KSV Hessen: Hartmann, Merle, Häuser (73. Mogge), Mißbach, Brandner, Brill Schwechel, Saglik, Zukorlic, Iksal (63. Evljuksin), Schmeer (63. Dawid)

Türk Gücü Friedberg: Sahin, Tesfaldet, Dudda, Weigand, Biber, Eren, Solak, Guersoy (67. Tahirovic), Toskovic (71. Marra), Printemps, Bell Bell

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