Gefangen in der Hessenliga? Vorstand Jens Rose zur Lage der Löwen

Maskottchen Totti zeigt es an: Nach oben soll es gehen. Der KSV bleibt beim Thema Aufstieg aber geduldig.

Platz drei in der Liga, Ederbergland vor der Brust. Doch wie steht es um die Zukunft der Löwen? Wie und wann soll der Aufstieg gelingen? Darüber sprachen wir mit Vorstand Jens Rose.

Fußball. „Die wollen doch gar nicht aufsteigen!“ Es gibt wohl kaum einen Satz, den man im Auestadion öfter gehört hat. Gegrölt von Fans des KSV Hessen, die ihr Team zu höherem berufen sehen, damals wie heute. Momentan stehen die Löwen auf Platz drei der Hessenligatabelle und schielen vorsichtig auf den Relegationsplatz. Sechs Punkte, bei einem Spiel mehr, trennen den KSV Hessen und den Tabellenzweiten Bayern Alzenau.

Fotostrecke: KSV Hessen gewinnt 2:0 gegen SV Buchonia Flieden

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Zum Ende der vergangenen Regionalliga-Saison war das Ziel der direkte Wiederaufstieg. Nachdem bekannt wurde, dass der FC Gießen und Barockstadt Fulda mit hohen Etats auf den Aufstieg drängen, wurde das Ziel mit dem Hinweis auf die Finanzstärke der genannten Clubs revidiert – zurecht. Dann wollte man „nur“ noch oben mitspielen, die Jugend fördern und sich nach der abgeschlossenen Insolvenz neu aufstellen. Vom direkten Wiederaufstieg will man beim KSV jetzt nichts mehr wissen. Doch wie geht es weiter? Will der KSV denn aufsteigen und auf wie viele Jahre Hessenliga müssen sich die Fans einstellen? Darüber sprachen wir mit Vorstandsmitglied Jens Rose. Jens Rose über...

Die sportliche Situation

„Mit Platz drei haben wir gerechnet. Dass Alzenau und nicht Barockstadt vor uns steht, überrascht aber. Wir sind jetzt besser im Spiel nach vorn, machen aber zu wenig aus unseren Möglichkeiten. Uns fehlt auch ein echter Leader, der Spieler und Zuschauer mitreißt, nur Ingmar Merle fällt mir da ein. Das ist aber nicht weiter schlimm, die Jungs haben dafür andere Qualitäten und sind ein Team.“

KSV-Vorstand Jens Rose

 

Die Zukunft

„Wir haben viele junge Spieler und es werden noch einige dazukommen. Wir müssen den Spielern Zeit geben und ein weiteres Jahr Hessenliga ist da nicht verkehrt. Am Ende der nächsten Saison wollen wir auf Platz zwei stehen, dass wäre immerhin der Relegationsplatz. Darauf das Jahr sollte uns dann schon der Aufstieg gelingen. Sollte es dieses Jahr schon passieren, dann wehren wir uns aber nicht dagegen. Mit sechs Punkten Rückstand auf Platz zwei wird das aber schwierig und Spieler von außerhalb würden wir kaum verpflichten. Es würde also ein sehr junges Team auflaufen.“

Den Plan

„Wir spielen jetzt erst einmal bis zur Winterpause und sehen dann weiter. Im Winter werden wir circa zehn A-Jugendspieler mit Verträgen ausstatten und sie langsam an die erste Mannschaft heranführen, nur so geht es. Wir setzen auf die Jugend, alles andere ergibt für uns keinen Sinn. Anschließend geht es darum, einen Mix aus jungen und erfahrenen Spielern zu finden.“

 

Die Finanzen

„Die Saison ist schon jetzt durchfinanziert. Wichtig ist aber, dass wir im nächsten Jahr so weiterarbeiten. Momentan stehen wir ganz gut dar.“

Die Schiri-Posse

„Ich gehe vom Schlimmsten aus. Also, dass uns fünf Punkte aberkannt werden. Acht Leute fahren demnächst zu einem Schiedsrichterlehrgang, sechs Schiris kommen auf eigenem Wunsch von anderen Vereinen zu uns. Damit wäre das Soll dann erfüllt und bleibt es für die nächsten Jahre auch. Vielleicht gibt es für zu viele Schiedsrichter ja irgendwann mal eine Belohnung und man wird nicht nur bestraft, weil etwas nicht passt.“

Die Zuschauerzahlen

„Da liegen wir besser als geplant. Mit 500 zahlenden Zuschauern pro Spiel, Dauerkarteninhaber nicht mitgerechnet, haben wir vor der Saison geplant (der Schnitt liegt bislang bei 1.525 Zuschauern bei vier Heimspielen, d.Red.). “

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