KSV Hessen gegen KSV Baunatal: Eigentor entscheidet emotionsloses Derby

Der KSV Hessen Kassel hat das Nordhessenderby gegen den KSV Baunatal mit 1:0 (0:0) für sich entschieden. Dass das Spiel durch ein Eigentor entschieden wurde, war bezeichnend für die Partie.

Fußball. Denn was die rund 2200 Zuschauer zu sehen bekamen, war ganz schwere Kost. Das beide Mannschaften momentan nicht vor Selbstvertrauen strotzen, war deutlich zu sehen. Schließlich blieben beide Teams bislang hinter ihren Möglichkeiten. Die Löwen gingen als Tabellenzehnter, der Gastgeber aus Baunatal als Tabellensechzehnter ins Spiel. "Wir müssen die individuellen Fehler abstellen", hatte KSV-Kapitän Frederic Brill vor dem Spiel gefordert. Das klappte schon mal ganz gut, nach vorne lief aber zunächst nicht viel zusammen.

Bildergalerie: KSV Hessen gewinnt Derby gegen KSV Baunatal

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Und genau so sah die Partie dann auch aus. Zweikämpfe? Torchancen? Derbyfeeling? Davon war nur wenig zu sehen. KSV-Kapitän Frederic Brill rückte ins Abwehrzentrum um die bislang löchrige Kasseler Defensive zu stabilisieren. Bei Baunataler Ballbesitz agierten die Löwen in einer Fünferkette - nicht gerade zuträglich für ein Offensivspektakel.

So war es ein über weite Strecken emotionsloses taktisch geprägtes Derby, mit viel Krampf und der Angst vor dem ersten Gegentor. Chancen und Torraumszenen bekamen die Zuschauer im Baunataler Parkstadion kaum zu sehen. Die Löwen versuchten über eine sichere Abwehr zum Erfolg zu kommen, den Baunatalern dagegen fiel gegen die gut gestaffelte Defensive nichts ein. Am Aktivsten war noch KSV Hessen-Trainer Dietmar Hirsch, der seine Jungs anfeuerte und jede gelungene Defensivaktion beklatschte.

Dass das Tor des Tages dann auch noch ein Eigentor war, war sinnbildlich für dieses Derby. Löwe Sergej Evljuskin brachte den Ball von der linken Seite scharf in die Mitte, Baunatals Niklas Künzel will klären, lenkt den Ball aber ins Tor - 1:0 für den KSV Hessen Kassel (60.). Der eingewechselte Mahir Saglik vergab fünf Minuten später die eigentlich erste richtige Chance der Löwen, scheiterte aber an Baunatals Torhüter Pascal Bielert.

Wer jetzt geglaubt hatte, die Partie würde nun endlich an Fahrt aufnehmen, wurde aber enttäuscht. Der KSV Hessen hatte jetzt zwar etwas mehr Ballbesitz, ging aber nur zaghaft auf das zweite Tor. Ein bisschen Derbyfeeling kam dann aber doch noch auf, als Alban Meha in aussichtsreicher Position 20 Meter vor dem Tor von Daniel Borgardt umgerannt wurde. Schiedsrichter Nicklaus Rau's Pfeife blieb allerdings stumm.

Der KSV Hessen hat reagiert und sein Spiel heute radikal umgestellt. Von Dietmar Hirschs offensiver Spielweise war heute kaum etwas zu sehen - dafür gehen die drei Punkte aber nach Kassel. Wichtige Punkte für die Löwen, die Baunataler dagegen haben den Befreiungsschlag verpasst und bleiben im unteren Tabellendrittel.

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