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KSV Hessen: Ingmar Merle bald wieder ein Löwe?

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Von: Michael Seeger

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Bald wieder ein Löwe? Ingmar Merle trug bereits von 2012 bis 2015 das Trikot des KSV Hessen Kassel. © Soremski

Ingmar Merle's Zeit beim KSV Baunatal ist vorbei, das Tauziehen um den Flügelflitzer hat begonnen. Kehrt Merle womöglich zum KSV Hessen zurück?

Fußball. Seit einer Woche bereiten sich die Hessenliga-Fußballer des KSV Baunatal auf die anstehende Saison vor. Am Samstag startete die Elf von Cheftrainer Tobias Nebe in ihre Vorbereitung. Einer aber fehlte beim Trainingsauftakt und konnte auch bis heute nicht am KSV-Trainingsgelände gesichtet werden: Ingmar Merle. Seit 2012 macht der heute 27-Jährige in Fußball-Nordhessen immer wieder mit spektakulären Toren auf sich aufmerksam. Jetzt bahnt sich ein Transfer des gebürtigen Schrecksbachers an. Denn eine Zusammenarbeit zwischen Merle und dem KSV Baunatal ist ausgeschlossen: „Die Zeit in Baunatal war schön. Jetzt aber will ich mich noch einmal weiterentwickeln“, bringt es Merle im EXTRA TIP-Gespräch auf den Punkt.

Gefürchtet ist Merle für seine Dynamik und den robusten Körper. Seine stärkste Waffe aber ist die rechte Klebe. Kaum ein Fußballer in der Region schießt präziser und wuchtiger als die nordhessische Variante Michael Tarnats. Dass Merle aber keineswegs nur sinnlos rohe Kräfte walten lässt, bewies er bei seinen vielen sehenswerten Traumtoren – beispielsweise beim Auswärtsspiel gegen den FC Bayern Alzenau im Jahr 2012. Damals schlug „Inge“ – wie ihn seine Mitspieler nennen – den Ball gut 60 Meter weit über den aufgerückten, gegnerischen Torwart ins Netz. Ein weiterer Leckerbissen folgte in der abgelaufenen Saison: eine in typischer Merle-Manier direkt verwandelte Ecke. Sein volles Pfund ist aber nicht das einzige Plus des sympathischen Sportlers. Merle lief schon auf sämtlichen Positionen auf – schoss als Stoßstürmer Traumtore, bereitete als Flügelflitzer Treffer vor und verteidigte als Spielverderber schnörkellos und effektiv.

Seine Vielseitigkeit hat Merle ganz sicher der guten sportlichen Ausbildung zu verdanken. Im Alter von nur 16 Jahren verließ der Schwälmer seine Heimat, um für die B-Junioren des SC Paderborn aufzulaufen. Parallel zum Fußball-Alltag in der Junioren-Westfalenliga besuchte Merle die Fachhochschule in Paderborn. Auf das Fachabitur der Wirtschaft folgten die ersten Erfahrungen im Seniorenbereich für den SCP und den Delbrücker SC. Dann zog es das junge Fußballtalent wieder zurück zu Familie und Freunden. Merle schnürte die Fußballschuhe für Eintracht Stadtallendorf und den 1. FC Schwalmstadt, ehe er zur Saison 2012/2013 den Weg zum KSV Hessen Kassel fand. Nach weiteren Stationen bei Borussia Fulda und dem KSV Baunatal, bahnt sich nun erneut ein Wechsel an.

„Ich führe aktuell Gespräche mit verschiedenen Vereinen. Ich will die sich ergebenden Möglichkeiten abwarten und dann in Ruhe über meine Zukunft entscheiden“. Das Tauziehen um den begehrten Flügelflitzer, der in der abgelaufenen Saison 14 Tore im Baunataler Trikot schoss, ist also eröffnet. Welcher Club sich Merle schnappt, wird sich in den kommenden Tagen entscheiden. Gute Chancen auf einen Transferhammer scheint wohl auch der KSV Hessen Kassel zu haben – trotz aktuell schwieriger Finanzsituation: „Davon würde ich mich nicht irritieren lassen. Hessen Kassel ist ein Traditionsverein, der natürlich immer eine gewichtige Rolle in meinem Leben spielen wird.“ Fußball-Nordhessen darf also gespannt sein, wohin es Merle diesmal verschlägt.

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