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Hessenliga: KSV Hessen reist zum Spitzenspiel nach Gießen

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Von: Marcel Ehrig

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Wird auch gegen Gießen gejubelt? Der KSV Hessen reist am Samstag zum Tabellenführer nach Gießen. © Soremski

Spitzenspiel in der Fußball-Hessenliga: Am Samstag reist der KSV Hessen zum Tabellenersten nach Gießen. Zudem wird Egli Milloshaj zukünftig für die Löwen auflaufen.

Fußball. Eigentlich hätte KSV-Trainer Tobias Cramer nach dem Sieg gegen Lohfelden am vergangenen Wochenende vollends zufrieden sein können. Derbysieg, drei Punkte, Anschluss an die Tabellenspitze gehalten - läuft. Doch auf der Pressekonferenz nach dem 1:0 Sieg wirkte er erschöpft, erleichtert, aber auch genervt - allerdings nicht von seinen Spielern.

Die Ellenbogen auf den Tisch gelegt und den Oberkörper leicht nach vorne gebeugt, gestikulierte er mit seiner linken Hand, in der anderen hielt er das Mikrofon: "Wir haben heute wieder nicht viel zugelassen. Aber grundsätzlich muss ich sagen - und das möchte ich nochmal deutlich machen für die tollen Anhänger auf der Haupttribüne - wenn ein Spiel nach 55. Minuten etwas zäh wird, da ruft man nicht: 'auswechseln!' Das sind junge Menschen, die da auf dem Platz stehen."

Das zeigt: Die Trauben hängen in diesem Jahr wieder hoch bei vielen Fans, kommende Saison möchte man wieder Regionalliga spielen, obwohl Cramer vor dem Saisonstart noch erklärte: "Für Außenstehende erscheint es logisch, dass wir den Wiederaufstieg anpeilen. Aber was in Gießen und Fulda abläuft, ist wirtschaftlich nicht unsere Hausnummer, der Etat hat hohes Regionalliganiveau, das muss der Region mal erklärt werden. Wir sind in der Lage jeden zu schlagen, aber wir müssen auf dem Boden bleiben."

Am kommenden Samstag, 1. September, 15 Uhr, ist seine Mannschaft nun beim FC Gießen im Waldstadion zu Gast. Im Gegensatz zum Team aus Fulda/Lehnerz (Platz 10), ist der FC Gießen seiner Favoritenrolle bisher gerecht geworden, hat noch keinen Punkt abgegeben und hat 21 Tore geschossen - kein Team in der Hessenliga traf bislang häufiger. Dafür kassierten die Löwen erst zwei Gegentreffer - keine Mannschaft ließ bislang weniger Tore zu.

Der KSV liegt mit 16 Punkten nur zwei Zähler hinter dem FC Gießen, der erst seit dieser Saison so heißt und aus dem Zusammenschluss des VFB Gießen und dem SC Teutonia Watzenborn-Steinberg hervorging.

Es ist das erste Spiel, in das der KSV nicht als haushoher Favorit geht und zugleich der erste richtige Brocken in der noch jungen Hessenligasaison. Denn wer aufsteigen will, muss in diesem Jahr am FC aus Gießen vorbei. Sollte der KSV am Samstag in Rückstand geraten, wird es von der Haupttribüne kaum heißen: "Die wollen doch gar nicht aufsteigen!" Es ist nicht so, als habe diese (alte) Behauptung ausgedient, man sagt das aber nur im Auestadion.

Denn aufsteigen will der KSV insgeheim schon, er sträubt sich aber gegen den Erwartungsdruck von außen. Und natürlich führt der Aufstieg nicht nur über den FC Gießen, sondern auch über Alzenau und - das sollte man aber nicht zu laut sagen - den KSV Hessen.   

Gießen ist gerüstet - Parkplatzsituation verbessert

In Gießen hingegen fühlt man sich nicht nur sportlich gut aufgestellt, auch außerhalb des Platzes hat sich der FC Gießen verbessert. Nach dem Spiel gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz hatte es Kritik an der Parkplatzsituation und der Getränkeversorgung gegeben. Das soll nicht nochmal passieren.

So können Fans nun auch auf dem Kugelberg unweit des Waldstadions, in der Fröbelstraße und am Kunstrasenplatz an der Miller Hall parken. Rund 400 KSV-Fans werden am Samstag in Gießen erwartet und die wollen nicht nur parken, sondern auch essen und trinken. Dafür hat der FC Gießen weitere Verkaufsstände aufbauen lassen - das Spitzenspiel kann beginnen.  

Milloshaj kommt vom KSV Baunatal

Vor dem Spitzenspiel haben sich die Löwen noch einen erfahrenen Hessenliga-Spieler geangelt. Egli Milloshaj (24) wechselt vom Ligakonkurrent KSV Baunatal zu den Löwen. Der Mittefeldspieler bestritt bislang 108 Spieler in der Hessenliga und war vor seinem Wechsel zum KSV für Baunatal, den OSC Vellmar und den FSC Lohfelden aktiv. Bei den Löwen wird er zukünftig die Nummer 11 tragen.

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