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Hessenliga: Pforr schießt KSV Baunatal zum Derbysieg gegen den KSV Hessen Kassel

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Von: Marcel Ehrig

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Derbyzeit in Baunatal: Der KSV aus Baunatal hat das Nordhessenderby gegen den KSV Hessen Kassel am Samstag in einem, insbesondere in der Schlussphase, spannenden Spiel mit 2:1 (2:0) gewonnen.

Fußball. Ein mit 4500 Zuschauern volles Parkstadion, der Tabellendritte trifft auf den Tabellenvierten und das ganze ist auch noch ein Derby: Fußballherz, was willst du mehr? Zumal das Spiel auch noch hielt, was es versprach: Tore, Spannung, Emotionen und ein paar alte Bekannte. So nahm Ex-Löwe Zoran Zeljko überraschend auf der Ersatzbank des KSV Baunatal platz. Mit 49 Jahren noch in der Hessenliga – nicht schlecht.

Bis das Spiel an Fahrt aufnahm, dauerte es aber ein bisschen. Dann ging es allerdings Schlag auf Schlag: Baunatals Nico Schrader bringt den Ball von der rechten Seite in die Mitte, Manuel Pforr steht völlig frei und schiebt locker zum 1:0 ein (24.). Da hatte die Löwen-Abwehr um Ingmar Merle und Luis Allmeroth aber mal so richtig gepennt.

Dass der KSV Baunatal in der Liga einen Lauf hat, sollte sich eigentlich auch bis zu den Löwen rumgesprochen haben – diesen Lauf wussten sie nicht heute aber nicht zu stoppen. Nur zwei Minuten später setzt Jonas Springer zum Solo an, passt in die Mitte und wieder ist es der starke Manuel Pforr der zum 2:0 (26.) für die "Baunis" trifft.

Und die Löwen? Von denen kam relativ wenig. Nur selten schaffte es die Mannschaft von Tobias Cramer in der ersten Halbzeit gefährlich vor das Tor der Baunataler. „Wir wollen euch kämpfen sehen“, hallte es nach dem 2:0 Rückstand aus der Gästekurve. Die erste Großchance für den KSV Hessen hatte dann Brian Schwechel, der jedoch an Innenverteidiger Mario Wolf scheiterte. Baunatals Torhüter Pascal Bielert war da schon geschlagen. Dass dann auch noch KSV Hessen-Kapitän Frederic Brill verletzt vom Feld musste, passte irgendwie zum Spiel der Löwen, bei denen wenig zusammenlief. Für Brill kam Maik Baumgarten (42.).

Viel besser wurden die Gäste aber nicht mehr, insgesamt war die Mannschaft von Tobias Nebe spritziger und kaufte dem großen Rivalen in den Zweikämpfen immer wieder den Schneid ab. "Die werden spielen, als hätten sie Bullenblut gesoffen", sagte KSV Hessen-Torhüter Niklas Hartmann vor der Partie - und genau so kam es einem auch vor.

Nicht umsonst hatte Tobias Cramer vor dem Spiel die Baunataler zum Favoriten auserkoren. Und wenn sein Team dann noch Großchancen liegen lässt, wird es natürlich ganz schwer im Derby. So hatte Sebastian Schmeer immerhin die Möglichkeit zum Anschlusstreffer, vergab aber – wenn auch aus spitzem Winkel – kläglich (60.).

Der große Sturmlauf des KSV Hessen, er kam zu spät. In der 86. Spielminute nutzten die Löwen mal ihren Ballbesitz und kamen durch Brian Schwechel noch zum 2:1 Anschlusstreffer. Das Spiel schien gelaufen - doch nicht so in diesem Nordhessenderby. Es läuft die 92. Spielminute, die Löwen kommen über Außen, bringen den Ball in die Mitte, Baunatals Daniel Borgardt wirft sich in den Pass - und bekommt den Ball an die Hand - Elfmeter für den KSV Hessen. Die Baunataler können es nicht fassen. Borgardt sieht zudem Gelb-Rot.

Ingmar Merle, eigentlich ein sicherer Schütze, tritt gegen Pascal Bielert an, doch der pariert - ein Wahnsinn, dieses Derby! Der KSV Baunatal zittert bis zum Schluss, gibt einen sicher geglaubten Sieg fast noch aus der Hand. Die letzte Aktion gehört KSV Hessen-Torhüter Niklas Hartmann, der nach einer Ecke den Ball über das Tor der Baunataler köpft. Die Derbypunkte, sie bleiben am 8. Spieltag in Baunatal.

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