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Nach Fehlpassfestival gegen Ginsheim: KSV will in Bad Vilbel überzeugen

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Von: Rainer Hahne

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War angefressen nach dem 2:2 gegen Ginsheim: KSV-Trainer Tobias Cramer. © Soremski

Im letzten Heimspiel gegen Ginsheim haben die Spieler des KSV Hessen nicht nur die Zuschauer, sondern auch ihren Trainer enttäuscht. Am Freitag, 19.30 Uhr, in Bad Vilbel, wollen die Löwen Wiedergutmachung betreiben.

Fußball. Ein Fehlpassfestival bot der KSV Hessen Kassel im Heimspiel gegen den erstaunlich starken VfB Ginsheim. Erst ein Traumtor von Ingmar Merle in den Winkel sicherte den einen Punkt beim 2:2 gegen den VfB Ginsheim. Am Freitag, 19.30 Uhr,  in Bad Vilbel soll das Team wieder an alte Stärken anknüpfen. 

 „Besonders das Passspiel hat mir gegen Ginsheim überhaupt nicht gefallen. Und im Offensivbereich fehlte die letzte Konsequenz“, ärgerte sich Trainer Tobias Cramer noch Tage nach dem Spiel. Besonders nervig: „Das Trainerteam hat gerade diesen Gegner genau analysiert und davor gewarnt, dass er neunzig Minuten ein höchst unangenehmes Pressing spielen kann. Dass Ginsheim vier Tore in Fulda schießt und einen Punkt holt, hätte auch alle Alarmsignale bei den Spielern aufleuchten lassen sollen. Stattdessen hat wohl der ein oder andere geglaubt, die Punkte hätten wir schon im Sack. Da wird die Ernsthaftigkeit der Arbeit des Trainerteams nicht gesehen.“ Das schludrige Passspiel hat Cramer besonders gereizt. „Wenn wir die Pässe sauber spielen, bringen wir alle Gegner in Bewegung und es tun sich Lücken auf. Doch wir waren viel zu hektisch, wollten zu früh den langen Ball in die Spitze spielen. Die, die das perfekt können, spielen aber in der Bundesliga. Wir brauchen mehr Geduld und Konzentration. Wenn dazu in so einem Spiel einige etablierte Spieler nur fünfzig Prozent ihrer Leistungsfähigkeit abrufen, kann das einfach nichts werden.“

So ein Rückschlag wurmte natürlich besonders nach den starken Auftritten bei Bayern Alzenau und im Pokalspiel in Neu-Isenburg. „Dort haben wir gespielt wie aus einem Guss. Das war gegen Ginsheim ein ganz anderes Spiel. Das werden wir uns mit der Mannschaft genau anschauen.“

In Bad Vilbel kann Cramer wieder auf zwei wichtige Spieler zurückgreifen. Mittelfeldorganisator Evljuskin ist wieder einsatzbereit, stand in Zierenberg eine Halbzeit auf dem Platz und Brian Schwechel hat seine Rotsperre abgesessen. „Bad Vilbel hat eine solide Mannschaft. Wir haben sie vor zwei Jahren im Pokal geschlagen“, urteilt Cramer, der den Gegner nicht zu hoch stellen will. „Wenn wir wieder zu unserem Passspiel finden, steht und fällt das Spiel nur mit uns.“

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