Zwangspause für den KSV Hessen: Regionalliga Südwest setzt Spiele im November ab

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Wieder Pause: Im November gibt es im Kasseler Auestadion keine Spiele des KSV Hessen Kassel.

Im November müssen die Fans des KSV Hessen Kassel ohne ihren Lieblingsverein auskommen. Die Regionalliga Südwest pausiert mit zum 30. November. Wie es im Dezember weiter geht, wurde ebenfalls beschlossen.

Fußball. Demnach soll der Spielbetrieb am 1. Dezember nur dann wieder aufgenommen werden, "wenn in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland ab spätestens dem 17.11.2020 ein Mannschaftstraining unter Wettkampfbedingungen zulässig ist", schreibt die Regionalliga Südwest. Zuvor war nur der 13. Spieltag mit dem Spiel der Löwen gegen Großaspach abgesagt worden.

In der Regionalliga Südwest spielen Mannschaften aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, die den jeweiligen Fußball-Landesverbänden als Mitglieder angehören. Damit alle Vereine in der Liga antreten können, muss für alle Mannschaften der Trainingsbetrieb gewährleistet sein - nur gelten in jedem Bundesland andere Regelungen.

Knackpunkt Rheinland Pfalz

Im Bundesland Rheinland-Pfalz ist den Vereinen allerdings seit dem 2. November der Trainings- und Wettkampfbetrieb im Amateur- und Freizeitsport in Mannschaftsportarten untersagt. Gestattet ist er ausschließlich den Mannschaften der 1. und 2. Fußballbundesliga sowie der 3. Liga der Herren, damit also nicht der Regionalliga Südwest als 4. Liga. Diese Regelung gilt bis 30. November. Die Mannschaften des TuS RW Koblenz, 1. FSV Mainz 05 II, TSV Schott Mainz und FK 03 Pirmasens können also bis dahin nicht trainieren. In Hessen und Baden-Würtemberg dagegen dürfen die Teilnehmer der Südwest-Staffel rein theoretisch derzeit wieder trainieren, im Saarland kann in begründeten Einzelfällen ausnahmsweise eine Erlaubnis zur Nutzung der Sportstätten erteilt werden.

Die Löwen von Trainer Tobias Damm zum Beispiel trainieren momentan aber individuell. Die Sportanlagen in Kassel sind auf Grund der Regelungen gesperrt. Sie hätten trainieren dürfen, wenn die Regionalliga fortgeführt worden wäre und der KSV Hessen als Profimannschaft eingeordnet worden wäre.  

Die Begründung der Regionalliga

Die Begründung der Regionalliga zur Aussetzung des Spielbetriebs im November: "Eine Fortsetzung des Spielbetriebs in der Regionalliga Südwest jedenfalls ohne die genannten, in Rheinland-Pfalz ansässigen Teilnehmer, denen unverschuldet aus öffentlich-rechtlichen Gründen die Austragung von Heimspielen am Vereinssitz im November 2020 unmöglich ist, würde zu massiven Verzerrungen des Wettbewerbs führen. Sie widerspräche den Grundwertungen der Spielordnung der Regionalliga Südwest, wonach Spielansetzungen im Rahmen der festgelegten Spieltage im Wechsel von Heim- und Auswärtsspielen grundsätzlich einheitlich erfolgen sollen, um so zu gewährleisten, dass der Wettbewerb zu jedem Zeitpunkt für alle Teilnehmer weitgehend gleich weit vorangeschritten ist. Dies gilt erst recht in der aktuellen Situation, in der mit weiteren öffentlich-rechtlichen Beschränkungen im Laufe der Saison gerechnet werden muss und bedauerlicherweise auch ein Abbruch – wie im Spieljahr 2019/20 – nicht ausgeschlossen werden kann."

Zudem müssten die betroffenen Vereine diese Spiele zu einem späteren Zeitpunkt nachholen und stünden unter einer höheren Belastung, so die Liga. Auch ein anderer Austragungsort für die Teams aus Rheinland Pfalz komme nicht in Betracht, da eben der Trainingsbetrieb am Vereinssitz rechtlich nicht möglich sei. Den Teilnehmern aus Rheinland-Pfalz sei es auch nicht zuzumuten, kurzfristig an eine Spiel- und Trainingsstätte in einem von öffentlich-rechtlichen Beschränkungen nicht betroffenen Bundesland auszuweichen.

So sei die Regionalliga Südwest zwar eine Spielklasse, in der überwiegend Vertragsspieler zum Einsatz kämen, von wenigen Ausnahmen abgesehen aber nur im Rahmen einer Nebentätigkeit. Also ist die Regionalliga Südwest nun Profi- oder Amateursport? Wenn man die Meldung der Liga betrachtet - irgendwie beides.

So sei es den betroffenen Spielern nicht abzuverlangen, eine erhebliche Fahrtstrecken und damit zeitliche Belastungen auf sich zu nehmen, um außerhalb des Bundeslandes Rheinland-Pfalz den Spiel- und Trainingsbetrieb fortzusetzen.

Per Doppelschlag zum Sieg: KSV Hessen schlägt Reserve von Mainz 05

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Kickers Offenbach hatte schon mit einer Klage gedroht, sollte die Saison ausgesetzt werden. Zu finanziellen Einbußen und Interessen schrieb die Liga in der Mitteilung: "Berücksichtigt wurden bei der Entscheidung auch die Belange der sonstigen Teilnehmer, die ein wirtschaftliches Interesse an einer Fortsetzung des Spielbetriebs haben können. Insoweit war aber festzustellen, dass – mit Blick auf mögliche Einnahmen aus dem Ticketing – auch in den Bundesländern, die einen Spielbetrieb weiterhin gestatten, Zuschauer nicht zugelassen sind. Soweit Einbußen bei Sponsoringeinnahmen in Betracht kommen, überwiegt das Interesse an einem sportlich fairen Wettbewerb."

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