Ohne Fußball geht's nicht: Wem die Familie Schäfer-Brück beim Rekordderby die Daumen drückt

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Immer am Ball: Die Familie Schäfer-Brück um Claus, Felix und Sina Schäfer sowie Holger Brück und Sabine Schäfer-Brück.

Die Familie Schäfer-Brück: Der Name steht in Nordhessen für die Liebe zum Fußball – und natürlich für den KSV Hessen Kassel. Im Interview erzählen sie, wem sie beim Derby die Daumen drücken: Sohn Felix, der beim KSV Baunatal spielt, oder den Löwen.

Großvater Holger Brück ist eine Löwen-Legende, die in Nordhessen jeder kennt, Vater Claus Schäfer ist Nachwuchskoordinator beim KSV Hessen, Ehefrau Sabine Schäfer-Brück arbeitet unter anderem auf der Geschäftsstelle und Tochter Sina hilft bei jedem Heimspiel im VIP-Raum wo sie nur kann. Wie passt es da zusammen, dass Sohn Felix Schäfer für den Rivalen aus Baunatal aufläuft? Und welche Gesprächsthemen außer Fußball kommen beim Familienabendessen noch auf den Tisch? Wir trafen uns mit der fußballverrückten Familie im Löwenheim. Wie die Idee zum Rekordderby entstand, lesen Sie hier.

EXTRA TIP: Felix, du hast für beide Teams gespielt. In der Jugend hast du größtenteils für die Löwen gespielt. Wo liegen die Unterschiede zwischen den beiden KSVs?

Es ist sicherlich ein bisschen ruhiger in Baunatal. Wir haben auch gute Voraussetzungen vor Ort, aber bei uns geht es glaube ein bisschen familiärer zu. Wobei wir sicherlich heißer auf das Derby sind, weil wir der kleinere Verein sind. Es ist aber eine gesunde Rivalität. Beim letzten Derby haben wir uns schon beim Warmmachen angefeuert. Wir wollten unbedingt gewinnen und in der Tabelle an den Hessen dran bleiben.

Wie gefallen Ihnen als Löwen-Legende denn momentan die Spiele des KSV Hessen, Herr Brück? 

Holger Brück: Sehr gut, besonders die letzten Spiele. Der zweite Tabellenplatz ist noch drin und wenn die Jungs so weitermachen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie das auch packen, denn Alzenau hat stark nachgelassen.

Fotostrecke: KSV Baunatal und Hessen Kassel schießen sich warm für's Rekordspiel

 © Schardt
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Werden die Spiele vom Sohn, Bruder und Enkel eigentlich als Familie geschaut?

Holger Brück: Ja, wenn es vom Termin her passt, sind wir eigentlich immer da.

Sabine Schäfer-Brück: Felix’ Spiele kann ich mir in Ruhe ansehen, auch weil sich die Termine selten überschneiden. Im Auestadion bin ich ja im Dauereinsatz im VIP-Raum und bekomme wenig mit.

Claus Schäfer: Die Baunatal Spiele kann ich mir entspannt angucken.

Sabine Schäfer: Von wegen entspannt! (lacht)

Claus Schäfer: Zugegeben, die Spiele des KSV Hessen gucke ich schon entspannter als die von meinem Sohn, da ist man schon nervös.

Wie kann man sich das vorstellen Felix, schlägt dein Herz für beide Vereine?

Man schaut schon mal, wie der KSV Hessen gespielt hat. Aber ich bin jetzt auch schon fünf Jahre in Baunatal – das ist jetzt mein Verein. Den zweiten Platz würde ich ihnen trotzdem gönnen.

Jubelst du gegen deinen alten Verein, wenn du ein Tor machst? Viele Profis verzichten mittlerweile darauf. 

Puh, darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht (lacht).

Holger Brück: Es ist aber auch schon lange her, dass du ein Tor gemacht hast!

Felix Schäfer: Ich würde schon jubeln, zumal man, wenn man dann trifft, so etwas einfach passiert.

Gibt es in der Familie eigentlich auch andere Themen als Fußball?

Claus Schäfer: Ja klar: Bayern München und Borussia Dortmund (lacht). Da haben wir ja auch zwei Lager. Sina ist Dortmund, ich Bayern-Fan.

Sabine Schäfer-Brück: Eigentlich nicht, Fußball ist das Thema bei uns.

Holger Brück: Wenn wir nicht gerade über die Ausbildung sprechen, das kommt natürlich auch zur Sprache.

Zurück zum Spiel: Wer gewinnt?

Sina Schäfer: Wir sind für ein faires Spiel! (lacht)

Keine Tipps?

Holger Brück: Gar keine Frage: Ich wünsche uns den Sieg und Felix ein gutes Spiel. Die Löwen gewinnen 2:1. Und das eine Tor darf der Felix machen.

Claus Schäfer: Ich gewinne auf jeden Fall – entweder mein Verein oder mein Sohn. Das Spiel geht 2:2 aus.

Sabine Schäfer: Dem schließe ich mich an. Und er soll ein geiles Spiel machen, wie der Opa es gesagt hat.

Claus Schäfer: Da kommen die Eltern raus! (lacht)

Sina Schäfer: Der KSV Hessen braucht den Sieg eher, deswegen sage ich 3:1. Aber mein Bruder macht das Tor für Baunatal.

Claus Schäfer: Stimmt, eine Niederlage würden den Baunatalern nicht so weh tun.

Felix, hältst du dagegen?

Wir gewinnen auf jeden Fall. Ich tippe auf ein 2:1 für uns – durch einen Doppelpack von Thomas Müller!

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Dass es bei einem Derby mit so vielen Zuschauern nicht nur auf die fußballerischen Fähigkeiten ankommt, erklärt Sportpsychologin Sandra Eckhardt im EXTRA TIP-Interview.

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