Rekordversuch beim Derby zwischen dem KSV Hessen Kassel und dem KSV Baunatal am Ostermontag

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So voll wünschen sich die Verantwortlichen das KSV Hessen Kassel die Ränge des Auestadions, wenn Ostermontag der KSV Baunatal zum Nordhessen-Derby kommt.

Die Löwen des KSV Hessen Kassel spielen zwar nur noch Hessenliga, doch sie wollen den Weltrekord: Beim Derby gegen Nachbar KSV Baunatal am Ostermontag soll das Stadion mehr Besucher fassen, als je bei einem Amateurspiel zuvor.  

Kassel.  Das Auestadion in Kassel ist eines der schönsten seiner Größenklasse in Deutschland. Doch nur ganz selten ist es mal ausverkauft. Das soll Ostermontag anders werden. „Wir wollen einfach mal zeigen, dass man die Amateure nicht vergessen sollte“, haben sich Jens Rose und seine Vorstandskollegen Daniel Bettermann, Swen Meier und Uwe Scheller vorgenommen.

„Das macht man am Besten mit einer großen Kulisse bei einem Meisterschaftsspiel.“ Ausgesucht hat sich der KSV-Vorstand das Nordhessen-Derby gegen den alten, neuen Konkurrenten KSV Baunatal, gegen den die Löwen das Hinspiel mit 2:1 verloren haben. Doch die Revanche gegen die Baunataler und der Versuch, bis zum Ende der Saison noch auf den möglichen zweiten Platz zu spekulieren, wird an diesem Tag nicht im Mittelpunkt stehen.

„Vor Jahren hat Waldhof Mannheim einen absoluten Rekord bei einem Amateurspiel geschafft und 18.314 Zuschauer ins Stadion gelockt. Wir wollen versuchen, das zu überbieten“, hat sich der KSV-Vorstand ein großen Ziel gesetzt. Rose und Co sind sich sicher, dass sie dafür den richtigen Tag gewählt haben: „Am Ostermontag ist kein Spieltag angesetzt worden. Nur Nachholspiele sind geplant. Deshalb wollen wir an diesem Tag alle nordhessischen Vereine ins Stadion einladen. Dafür bieten wir absolute Sonderkonditionen und hoffen, dass die Vereine insbesondere mit ihren Jugendabteilungen kommen.“

KSV-Geschäftsführer Jens Krannich hat sich schon ans Werk gemacht und kann erste Erfolge vermelden: „Unser VIP-Raum ist schon ausverkauft. Die Haupttribüne gut besetzt.“ Doch nicht nur das. „Alle Medien, mit denen ich bisher gesprochen haben, waren von der Idee beeindruckt und wollen mithelfen“, freut sich Krannich über die positive Aufnahme der KSV-Initiative. Der Verein sehe ja bekanntlich jetzt zum zweiten Mal, welche Hürden ein Amateurverein auf dem Weg nach oben zu überwinden habe.

Auch viele Sponsoren zeigen sich bisher begeistert. „Ich habe ihnen angeboten, an diesem Tag ihre Mitarbeiter einmal einzuladen“, wirbt Krannich für die Gegengerade. Jens Rose hofft außerdem, dass es mithilfe der Fans gelingen könnte, Delegationen anderer Traditionsvereine, die im Amateurlager gelandet sind, nach Kassel zu locken. „Kontakte sind genug da. Das weiß ich. Und an so einem Tag, an dem kaum Spiele stattfinden, könnte eine Demonstration der Stärke des Amateurlagers viele Fans anlocken.“ Die treuen Dauerkarteninhaber der Löwen können sich auf jeden Fall jetzt schon einmal freuen: „Für sie gibt es eine zusätzliche Dauerkarte für das Spiel.“

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