Saglik trifft im ersten Spiel: KSV Hessen schlägt Neu-Isenburg mit 3:1

Der KSV Hessen hat das erste Spiel nach der Winterpause mit 3:1 (2:1) gewonnen. Dabei reichte den Löwen ein mäßige Leistung um den Tabellenvorletzten zu schlagen.

Die Löwen im 4-2-3-1-System ohne die verletzte beziehungsweise erkrankten Merle, Brill und Evljuskin, waren zunächst um Spielkontrolle bemüht. Damit hatte die Mannschaft von Trainer Tobias Cramer aber so ihre Probleme, setzte sich am Ende aber dennoch verdient mit 3:1 (2:1) gegen Neu-Isenburg durch. Co-Trainer Tobias Damm nahm aufgrund der Ausfälle gar auf der Ersatzbank platz, kam aber nicht zum Einsatz.

Nach der Großchance von Jon Mogge (11.) leistete sich Rechtsverteidiger Nael Najjar einen dicken Bock, als er den Ball viel zu ungenau auf Luis Allmeroth zurückspielte und damit den Neu-Isenburger Dario Stange ins Spiel brachte. Dieser lief dann frei auf KSV-Torwart Hartmann zu und erzielte die überraschende Führung für den Tabellenvorletzten (13.).

Ein Weckruf war das Gegentor aber nicht. Die Cramer-Elf fand nicht wirklich ins Spiel, leistete sich viele Fehlpässe und blieb im Spiel nach vorne zu ungefährlich. Das änderte sich erst in der 35. Minute, als eine Flanke von Brandner in Neuzugang Mahir Saglik einen Abnehmer fand – 1:1.

Bis dahin boten die Löwen ganz magere Kost. Eine Kontersituation über Saglik und Schmeer spielte der KSV zu unkonzentriert zu Ende, Hartmann wirft den Ball direkt zu einem Neu-Isenburger, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die Löwen wirkten nach der Winterpause noch etwas schläfrig.

Neu-Isenburg im klassischen 4-4-2-Systemhingenen beschränkte sich zumeist aufs verteidigen. Und wenn es spielerisch nur so mittelmäßig läuft, kann eine Standardsituation für Gefahr sorgen: So wie in der 45. Minute, als Bravo-Sanchez den Ball zu Schmeer flankt, über Saglik gelangt der Ball zu Mogge am langen Pfosten, der nur noch den Kopf hinhalten muss. Kurz vor der Pause hatten die Löwen das Spiel gedreht.

Immer häufiger sprang Trainer Tobias Cramer jetzt aus seinem Sitz und gestikulierte wild – ein zufriedener Trainer sieht anders aus. Auch im weiteren Spielverlauf blieben die Löwen zu unkonzentriert. Jon Mogge hätte freistehend vor Torwart Begher wohl schon alles klar machen können, setzte den Ball aber aus rund acht Metern weit übers Tor (54.). Nael Najjar traf aus spitzen Winkel noch den Pfosten (70.), Dawid, Schmeer und Schwechel schafften es ebenfalls nicht, den Ball im Neu-Isenburegr Tor unterzubringen (73.). Genauso wenig wie Marco Dawid, der aus aussichtsreicher Position scheiterte (78.). Erst Nael Najjar mit dem 3:1 in der 83. Spielminute machte den Sieg perfekt. Der eingewechselte Voss traf zudem noch die Latte (87.).

Am Ende stimmte das Ergebnis, die spielerische Leistung eher weniger, obwohl die Löwen sich in der 2. Halbzeit gegen defensive Gäste ein wenig steigern konnte und so zu einem verdienten Sieg gegen abstiegsbedrohte Neu-Isenburg kamen.

In zwei Wochen muss da mehr kommen, wenn der Tabellenführer aus Gießen nach Kassel reist. Bis dahin sollten aber auch Merle, Evljuskin und Kapitän Brill wieder dabei sein. Nächstes Wochenende sind die Löwen spielfrei.

Aufstellungen 

KSV Hessen: Hartmann, Brandner, Häuser, Allmeroth, Najjar, Schwechel, Dawid, Mogge (78. Voss), Bravo-Sanchez, Saglik (84. Rohde), Schmeer

Spvgg. Neu-Isenburg: Begher, Wolfarth, Bickel, Haliti, Buschmann, Djordjevic (90. Mbenoun), Letellier, Guenther, Albert (71. McCrary), Zuege, Stange

Rubriklistenbild: © Soremski

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