Unentschieden im Derby: KSV Hessen und Kickers Offenbach trennen sich torlos

KSV Hessen Kassel, Auestadion
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Da war mehr drin: KSV-Stürmer Jon Mogge und seine Löwen verpassten den Sieg am Dienstagabend gegen die Offenbacher Kickers

Dienstagabend, Flutlicht, 3102 Zuschauer, tolle Stimmung und dann noch ein Derby: Kasseler Fußballherz, was willst du mehr? Einen Sieg natürlich. Der blieb am Ende nach einem spannenden Spiel allerdings aus - trotz langer KSV-Überzahl. Das Hessenderby gegen die Offenbacher Kickers endete torlos.

Fußball. Die Mannschaft von Trainer Tobias Damm ging dabei mit einer ordentlichen Hypothek ins Spiel gegen den Rivalen aus Südhessen. Langfristig fehlen Damm ohnehin Tim-Philipp Brandner, Marco Dawid, Kevin Nennhuber, Alexander Mißbach und Leonardo Zornio und Steven Rakk. Brian Schwechel stand ebenfalls nicht im Kader wie Serkan Durna, der wegen einer Grippe fehlte. Nils Stendera und Paul Stegmann haben noch Trainingsrückstand und saßen auf der Bank.

Alles andere als gute Voraussetzungen also. Den Löwen war das aber erstmal egal. Die Stimmung im Auestadion hatte was von Vor-Corona-Zeiten, die Rivalität war natürlich spür- und hörbar - und die Löwen gut drauf!

Denn der KSV Hessen war hellwach, lief die Offenbacher immer wieder in deren Hälfte an und zwang die Kickers somit zu Fehlern. Die erste Chance hatten zwar noch die Offenbacher durch Lucas Hermes (16.) per Kopfball, doch besser im Spiel waren die Löwen, ohne dass diese sich bis dahin große Chancen erspielen konnten.

Die erste Chance erzwangen sich die Löwen dann, indem sie die Gäste früh unter Druck setzten: Hermes spielt den Ball unsauber nach hinten, am Ende ist der Schuss von Kahraman aber zu ungefährlich (19.).

Doch diese Szene zeigte: die Mannschaft von Tobias Damm war insgesamt griffiger. Währenddessen war OFC-Coach Ristic an der Seitenlinie immer wieder bemüht, Ruhe ins Spiel seiner Mannschaft zu bringen. Mit mäßigem Erfolg.

Denn diesmal ist es OFC-Torwart Stephan Flauder der unter Druck den Ball verliert, außerhalb seines Tores steht, doch Frederic Brill setzt den Ball über den Kasten – es war die größte Chance des Spiels (23.).

Das frühe Pressing zahlte sich allerdings noch in der ersten Hälfte aus – aber nicht durch ein Tor. Osarenren Okungbowa hatte schon früh im Spiel die Gelbe Karte gesehen und holte sich dann nach einem Tunnel von Flotho mit anschließendem Foul seine zweite Gelbe ab (40.).

Doch trotz Überzahl war das Spiel mit Beginn der zweiten Hälfte ausgeglichener. Das hohe Anlaufen hatte Kraft gekostet. Tobias Damm brachte Nils Stendera für Jascha Döringer, Offenbach stellte Defensiv auf Fünferkette um, dafür kam Innenverteidiger Chana beim OFC.

Es entwickelte sich ein offenes Spiel, die beste Chance hatte Nael Najjar, der aus spitzem Winkel an Stephan Flauder scheiterte (63.). Doch so langsam lief den Löwen die Zeit davon, doch die Damm-Elf weiß ja, wie man späte Tore erzielt. Da denkt jeder KSV-Fan zum Beispiel an das Heimspiel gegen Stuttgart II zurück.

Am Ende blieb das erlösende Tor aber aus. Soriano setzte noch einen Kopfball knapp neben das KSV-Gehäuse (81.), Ingmar Merles Schuss wird noch geblockt (84.), die Löwen rennen an, das Spiel wird hektisch und Schiri Fabian Schneider hat so seine Probleme mit dem Tempo der beiden Teams. Am Ende bleibt es torlos im Kasseler Auestadion. Schade aus Sicht des KSV Hessen, denn nach starkem Beginn und langer Überzahl waren gegen favorisierte Offenbacher auch drei Punkte drin.

KSV Hessen Kassel - Kickers Offenbach 0:0 (0:0)

Aufstellungen:

KSV Hessen:  Gröteke - Merle, Starosztik, Springfeld (90. Fischer), Najjar – Brill, Kahraman (78. Suntrup) – Iksal (78. Vesco), Flotho, Döringer (67. Stendera) - Mogge

Kickers Offenbach:  Flauder – Tuma, Karbstein, Zieleniecki, Vetter – Okungbowa, Deniz, Huseinbasic – Firat (45. Chana), Hermes (72. Garcia) - Bozic (72. Soriano)

Zuschauer: 3102

Besondere Vorkommnisse: 40. Gelb-Rot für Okungbowa

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