Wegen Fans: KSV Hessen zu zwei Wochen Testspielsperre verdonnert

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Aufgrund eines Urteils des Sportgerichts des Hessischen Fußballverbands wird die erste Mannschaft des KSV Hessen Kassel mit einem zweiwöchigen Spielverbot belegt.

Weil es in der vergangene Saison beim Auswärtsspiel in Flieden zu Fan-Tumulten kam, wurde der KSV Hessen vom Sportgericht mit einer Geldstrafe sowie einer Testspiel-Sperre von zwei Wochen belegt. Dem Verein entgehen so wichtige Vorbereitungssspiele, den gastgebenden Vereinen die Einnahmen.

Kassel. Aufgrund eines Urteils des Sportgerichts des Hessischen Fußballverbands wird die erste Mannschaft des KSV Hessen Kassel mit einem zweiwöchigen Spielverbot belegt. Die Sperre gilt vom 23.6. bis zum 7.7. 2019. In dieser Zeit darf die erste Mannschaft nicht bei Pflicht- und Freundschaftsspielen antreten.

Grund für das Spielverbot ist ein Urteil des Sportgerichts, welches sich den Vorkommnissen rund um die Partie am letzten Spieltag der Saison 2018/19 beim SV Buchonia Flieden widmet. Dort kam es zu unsportlichem Verhalten und Handgreiflichkeiten zwischen Anhängern des KSV Hessen Kassel und Fliedener Anhängern. Die mitgereiste Fanbetreuung, Mitglieder der Abteilung Herzblut sowie KSV-Spieler sorgten innerhalb weniger Sekunden für eine Auflösung der Situation. Des weiteren sollen KSV-Anhänger durch das Schwenken von Fahnen den Spielfluss gestört haben.

Nach Anhörung und Verhandlung vor dem Sportgericht des HFV in Grünberg wurden beide Vereine mit Strafen belegt. Der SV Buchonia Flieden muss für mangelnden Ordnungsdienst 300,- Euro Strafe bezahlen, der KSV wird mit einer Geldstrafe von 1.500,- Euro sowie einem zweiwöchigen Spielverbot belegt. Der KSV Hessen Kassel habe „nach Auffassung der Kammer (…) nicht alles unter den gegebenen Umständen von ihm zumutbarer Weise zur Verhinderung oder Beendigung der Störung zu Erwartende getan“, heißt es im schriftlichen Urteil.

„Wir nehmen als KSV Hessen Kassel die verhängte Geld- und Spielstrafe zur Kenntnis. Wir müssen aber auch einmal unser Augenmerk auf die Umstände in dieser Liga legen. Das Umfeld des KSV Hessen Kassel ist einmalig – alleine, dass unsere Anhänger regelmäßig mit einer mittleren dreistelligen Anhängerschaft zu Auswärtsspielen fahren, zeigt die Bedeutung des KSV für unsere Fans. Gleichzeitig müssen wir aber auch feststellen, dass die allermeisten Spielorte für eine derartige Kulisse nicht geschaffen sind“, sagen Jens Rose und Daniel Bettermann, beide KSV-Vorstand zur Entscheidung des Sportgerichts.

„Wir haben die vorherigen Punktabzüge (-9 in 2017/18 und -5 in 2018/19) hingenommen, weil wir als Verein hier Fehler gemacht haben. In diesem Fall jetzt sollte aber der juristische Grundsatz gelten, dass man niemanden – in unserem Falle unsere Spieler – für Taten bestrafen sollte, die andere begangen haben und für die sie selbst nichts können“, ergänzt KSV-Vorstand Jens Rose.

Der KSV wünscht sich einen konstruktiven Dialog mit allen beteiligten Akteuren zu diesem Thema. Dazu gehören aus Sicht des Vereins die Sicherheitsbehörden, der Verband, die Vereine der Hessenliga, die Sicherheitsbeauftragten sowie Vertreter der Fans und deren institutionelle Vertreter, wie die Abteilung Herzblut oder das Fanprojekt Kassel. Weder die Gesamtheit der Anhängerschaft noch der KSV Hessen Kassel, mitsamt seiner Spieler und Funktionäre, kann und sollte für das nicht tolerierbare Fehlverhalten einiger weniger verantwortlich gemacht werden.

Der KSV Hessen Kassel entschuldigt sich bei allen kommenden Testspielgegnern für die Absage der Spiele. Dies betrifft die Spiele gegen SG Calden/Meimbressen, das Turnier bei BC Sport am kommenden Wochenende sowie das Freundschaftsspiel beim SV Espenau sowie das Spiel beim OSC Vellmar. Der KSV entschuldigt sich bei allen Vereinen für die Umstände und entstehenden Einnahmeausfälle. Ebenfalls betrifft die Absage auch das geplante Spiel gegen die Eishockeyjugend Kassel am Dienstag, 25. Juni 2019. Die geplante Mannschaftsvorstellung im Rahmen dieses Spiels wird zeitnah nachgeholt.

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