André Schubert, neuer KSV-Sportvorstand: "Viel Arbeit und kein Geld"

Pressekonferenz in Eppos Clubhaus: Wolfgang Linnenbrink (KSV Hessen Kassel-Aufsichtsratsvorsitzender), Andre Schubert (Sportvorstand), Hans-Jochem Weikert (Vorstand KSV Hessen Kassel), Claus Schäfer, Jochen Gabriel (Vorstandsmitglied KSV Hessen Kassel). Foto: Soremski
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Pressekonferenz in Eppos Clubhaus: Wolfgang Linnenbrink (KSV Hessen Kassel-Aufsichtsratsvorsitzender), Andre Schubert (Sportvorstand), Hans-Jochem Weikert (Vorstand KSV Hessen Kassel), Claus Schäfer, Jochen Gabriel (Vorstandsmitglied KSV Hessen Kassel). Foto: Soremski

Kassel. Andre Schubert ist neuer Sportvorstand beim KSV Hessen Kassel. Was er beim KSV vorhat erzählte er auf der Pressekonferenz.

Kassel. "Viel Arbeit und kein Geld." André Schubert, neues Vorstandsmitglied beim KSV Hessen Kassel (siehe Extra-Artikel)  weiß, was ihn bei den Löwen erwartet. Die gehörige Menge Herzblut bringt er also mit. "Schließlich ist der KSV ja nicht irgendein Regionalligist. Sondern Kassel meine Heimatstadt."

Und der Traditionsklub soll wieder raus aus dem Tief. Schnell. "Zunächst geht es darum, die Mannschaft zu stabilisieren.  Irgendwann kann man dann wieder höhere Ziele angehen", sagt Schubert. Konzeptionell und organisatorisch müsse auch im Jugendbereich angesetzt werden. In erster Linie jedoch gilt: "Geht es der ersten Mannschaft gut, geht es dem Verein gut." Dafür reicht ein ehrenamtlicher Profi im Vorstand des Traditionsclubs natürlich nicht aus. "Wünschenswert wäre neben einem Trainer ein hauptamtlicher Sportdirektor – doch davon sind wir, auch finanziell, noch weit entfernt", weiß Schubert. Der Grund wohl auch, weshalb es nicht gelang, den erfahrenen Nordhessen hauptamtlich zu binden.Und so gilt es zunächst die Suche nach einem Trainer erfolgreich abzuschließen.  So früh wie möglich wolle man den präsentieren, gibt Schubert die Überlegungen von Vorstand und Aufsichtsrat wieder – "allerdings werden wir mit aller Sorgfalt vorgehen und uns nicht mit dem Trainingsauftakt der Mannschaft am 16. Januar unnötig unter Druck setzen."Ein klares Aufgabenprofil habe man für den Trainer entwickelt: Er muss......in erster Linie die Mannschaft kompakter machen, sie stabilisieren und wieder als Mannschaft auftreten lassen....sich mit den Gegebenheiten im Umfeld des Vereins  auseinandersetzen– und bereit sein, damit auch umzugehenUnd: "Natürlich haben wir uns auch Gedanken gemacht, wie wir die Mannschaft zukünftig spielen sehen wollen." "Begeisternd" dürfte angesichts schwindender Zuschauerzahlen der vergangenheit die Maßgabe sein.

Zunächst sollen sich die Spieler aber auf das Wesentliche konzentrieren: den Klassenerhalt. "Inwiefern wir die Mannschaft verstärken, hängt von unseren finanziellen Möglichkeiten ab. Und die sind schlichtweg nicht vorhanden", bekennt Schubert, der jedoch dem aktuellen Kader die Qualität zum Erreichen des Saisonziels  zuspricht.Dann wird man weitersehen – und die längerfristigen Aufgaben, die Schubert schon vor seiner Berufung in den Vorstand als "externer Berater" ausgemacht hatte, angehen. "Wir müssen versuchen, innerhalb von 50, 60 Kilometern die allen Altersklassen die besten Jungs zu haben. Und die müssen beim KSV auch die beste fußballerische Ausbildung erfahren", weiß Schubert um die wichtigen Wurzeln des Erfolgs in einer erfolgreichen Jugendarbeit. "Die Türen zur ersten Mannschaft werden zudem weit offen stehen – durchgehen müssen die Spieler dann selber",  bringt Schubert den viel geäußerten Wunsch, mehr Talente aus der Region im Auestadion zu sehen, auf den Punkt.

Und warum tut sich der Mann das überhaupt an? Nicht zuletzt die Gespräche mit Vorgänger Claus Schäfer, den er schon über 20 Jahre kennt, haben ihm doch gezeigt: "Wenn die Lage im Verein kritisch ist, wird es auch schnell unfair und persönlich." Ganz uneigennützig, bekennt André Schubert, sei sein ehrenamtliches Engagement bei den Löwen nicht.  Schließlich sei es für ihn auch eine wichtige Erfahrung, mal im Vorstandsbereich zu arbeiten. Und die Synergien bei Stadionbesuchen liegen auf der Hand – nicht zuletzt sei aber auch der regelmäßige Kontakt zu Spielerberatern etwas, das Schubert nütze. "Denn irgendwann will ich ja auch wieder in Lohn und Brot stehen."Auch dann, so ist vereinbart, wolle er weiter mit dem KSV in Verbindung bleiben.

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