Auswärtssieg nach Penalty gegen die Pinguine

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Statt der sicher geglaubten drei Punkte durch einen regulären Sieg gab es durch Penaltyschießen nur einen Punkt.

Lauterbach/Wiehl. Am vergangenen Sonntag reisten die Luchse zum zweiten mal in dieser Saison, zu den heimstarken Pinguinen nach Wiehl. Am Ende entwickelte sich ein dramatisches Spiel, das nach regulärer Spielzeit, einen bitteren Ausgang für die Luchse fand. Hochkonzentriert übernahmen die Luchse das Kommando auf dem Eis. Aus einer stabilen Abwehr heraus, rollte Angriff um Angriff auf das Tor der Pinguine. Die Gastgeber selbst, kamen nur gelegentlich gefährlich vor das Tor der Luchse. Allerdings stand mit Benni Dirksen ein Pinguin zwischen den Pfosten, der sämtliche Chancen der Luchse zunichte machte. Immer wieder zeigte der letztjährige Top Goalie der Oberliga Süd seine Extraklasse und hielt seine Mannschaft mit seiner Leistung im Spiel. Erstmals konnten die Luchse, in Person von Miro Hantak, Dirksen in der 15. Spielminute bezwingen und mehr als verdient in Führung gehen. In Anbetracht der zahlreichen Chancen, war dieses knappe Drittelergebnis schmeichelhaft für die Gastgeber. "Bei einer besseren Chancenauswertung hätten wir nach dem 1. Drittel mit vier oder fünf Toren führen müssen", so Verteidiger Daniel Hornivius.

Den besseren Start ins Mitteldrittel fanden dann die Pinguine. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff hatten sie das Spiel gedreht. Zwei individuelle Fehler der Luchse brachten den Gastgeber unnötiger Weise zurück ins Spiel. Nachdem die Luchse den ersten Schock überwunden hatten, übernahmen diese wieder das Zepter und agierten endlich wieder wacher und konzentrierter. Immer wieder stand der Torwart der Pinguine nun wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Scheiterte Benni Schulz zunächst noch mit einem Alleingang an Dirksen, war er in der 32. Spielmnute zum Ausgleich erfolgreich. Nachdem er sich über die Seite durchgetankt hatte, ließ er Dirksen diesmal keine Chance. Die Luchse waren wieder im Spiel und es sollte noch besser kommen. Nur eine Minute nach dem Ausgleich, legte Jens Feuerfeil in Überzahl für die Luchse nach. Damit war es aber noch nicht vorbei. In der 38. Spielminute war erneut Stürmer Benni Schulz zur Stelle und erhöhte erstmals auf zwei Tore Vorsprung für sein Team. Allerdings schienen die Luchse nach diesem Treffer gedanklich wohl schon in der Kabine zu sein. Anders ist der kollektive Tiefschlaf nach einem Bully vor dem eigenen Tor nicht zu erklären. Der eigentlich bereits sicher in Reihen der Luchse befindliche Puck wurde leichtsinnig verspielt und 4 Sekunden vor der Drittelsirene, schaffte Wiehl den erneuten Anschluss.

Mit dieser knappen Führung ging es in den letzten Abschnitt, der am Ende genauso endete wie der Vorherige. Zunächst lief alles nach Plan für die Luchse und es sah nach einem weiteren Sieg gegen die Pinguine aus. In eigener Unterzahl erhöhte zunächst erneut Schulz in der 44. Spielminute auf 5:3. Doch selbst nach diesem erneuten Gegentreffer steckten die Gastgeber noch nicht auf. Nur zwei Minuten später musste Luchse Goalie Grunewald den Puck erneut aus dem Netz holen. Obwohl die Pinguine den Luchsen auf den Pelz gerückt sind, wirkten die Luchse sehr stabil und souverän. Die Pinguine kamen nicht wirklich gefährlich vor das Tor der Luchse, bis dann die letzte Spielminute anbrach. In dieser raubten sich die Luchse selbst den sicher geglaubten Sieg nach regulärer Spielzeit.Als nur noch dreißig Sekunden auf der Uhr standen, agierten die Luchse noch im Drittel der Pinguine, um abermals den Puck leichtsinnig zu verlieren. Doch den Gegenangriff fingen die Luchse auch dieses mal abgebrüht ab und erkämpften sich den Puck im eigenen Drittel wieder. Dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Üblicherweise befindet sich rund um das Spielfeld eine Plexiglas Begrenzung, die den Puck im Spiel halten soll. Nicht aber in Wiehl, hier befindet sich oberhalb der Bande, lediglich ein Netz mit einem großen Loch darin. Genau durch dieses Loch flog der Puck nach einem Befreiungsschlag der Luchse. Es gab also Sekunden vor dem Abpfiff nochmal Bully. Dummerweise direkt vor dem Kasten der Luchse, statt außerhalb des Drittels. Wiehl nahm den Torhüter vom Eis und kam, wie in einem schlechten Film, zehn Sekunden vor Ende zum Ausgleich.Statt der sicher geglaubten drei Punkte, ging es nun ins Penaltyschießen. Hier behielt Goalie Sebasian Grunewald die Nerven und entschärfte alle drei Versuche der Pinguine. Den entscheidenden Penalty für die Luchse verwandelte Jens Feuerfeil und sicherte seinem Team damit wenigstens noch den Zusatzpunkt.

Aufstellung der Luchse:Tor: Sebastian Grunewald, K.-D. LechnerAbwehr: Marko Filip, Sven Naumann, Daniel Hornivius, Emanuel GrundSturm: Benjamin Schulz, Nils Feustel, Mathias Matysek, Manuel Six, Miro Hantak, Constantin Schneider, Jens Feuerfeil, Mario Kreuz, Dennis Grün

Statistik des Spiels:0:1 (15.) Hantak (Feuerfeil, Schulz); 1:1 (21.) Streser ; 2:1 (21.) Kuntz; 2:2 (32.) Schulz (Filip, Hornivius); 2:3 (33.) Feuerfeil (Hantak, Grund); 2:4 (38.) Schulz (Hantak, Filip); 3:4 (40.) Camman; 3:5 (44.) Schulz (Feuerfeil, Hornivius); 4:5 (46.) Schuhmacher; 5:5 (60.) Barden; 5:6 GWS Feuerfeil

Strafzeiten: Wiehl 14 - Lauterbach 8

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