Bibber-Bad im Eis-Wasser: Kasseler bei Eisschwimm-WM

Schwimmen. Brrrrr, ist das kalt! Die meisten Menschen würden wahrscheinlich nur den Kopf schütteln, andere gleich die Feuerwehr zur Hife rufen. Do

Schwimmen. Brrrrr, ist das kalt! Die meisten Menschen würden wahrscheinlich nur den Kopf schütteln, andere gleich die Feuerwehr zur Hife rufen. Doch für Dr. Harald Hoppe ist es völlig normal, bei Minusgraden ein erfrischendes Bad im See oder einem Fluß zu nehmen. Seit Freitag nimmt der Kasseler Eisschwimmer mit 1200 anderen Kälte-Unempfindlichen an der Eisschwimm-WM in Riga/Lettland teil.

Bis November regelmäßig im Bugasee

Erst im Sommer 2011 begann der 51-Jährige mit Schwimmeinheiten in Fulda, Eder und Weser. Als die Temperaturen im Herbst sanken, störte ihn das nicht. Eine spezielle Ernährung und reichlich Omega 3-Fettsäuren sorgen dafür, dass ihm Kälte, wie er sagt, "nicht viel ausmacht". Weiter trainierte er ohne Neoprenanzug noch bis November in nordhessischen Flüssen und dem Kasseler Bugasee.Zufällig stieß er während einer Bahnfahrt auf einen Artikel über die Eisschwimm-Weltmeisterschaften in Riga. Er informierte sich und merkte: Mit seinem Hobby steht er nicht allein da. Besonders in Russland und Finnland ist der eisige Sport längst eine Art Volksbewegung. Also meldete er sich für die Wettkämpfe in der lettischen Hauptstadt an.

Seit Mittwoch ist er nun in der baltischen Stadt, hat bei frischen 0,5 Grad Wassertemperatur und einem leichten Eisfilm trainiert – und träumt vom Titel. "Über die 25 Meter Kraul will ich in meiner Altersklasse Weltmeister werden", verrät er. Dass das nicht leicht werden wird, zeigen schon die Meldezahlen: 1200 Teilnehmer werden in einer bitterkalten Süßwasserbucht an der Ostsee an den Start gehen. Auch mit dabei: Mitglieder der russischen Schwimm-Olympia-Mannschaft.Am Freitag schaffte er es auf der Strecke 25 Meter Brust in 23,06 sek. unter die besten 30 seiner Altersklasse. "Es ist meine schwächste Disziplin, aber ich wollte sie schwimmen um den Ablauf zu trainieren", schreibt er dazu auf seiner Facebook-Seite.

Ob ihm beim Finale am Samstag das harte, sechswöchige Training in österreichischen Flüssen (Wassertemperatur:frostige -5 Grad) genutzt hat, war bislang nicht zu erfahren. Aber selbst wenn’s nicht zum Sprung auf Platz ei(n)s gereicht hat: Der Titel "Coolster Kasseler" sollte Dr. Harald Hoppe sicher sein...

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