„Bundesliga – wir kommen!“

Handball. In einem begeisternden Spiel, das an Dramatik kaum zu berbieten war, bezwang der SV Reichensachsen den bisherigen Tabellenfhrer

Handball. In einem begeisternden Spiel, das an Dramatik kaum zu berbieten war, bezwang der SV Reichensachsen den bisherigen Tabellenfhrer DJK Marpingen mit 26:23 (10:9).Zirka 900 Zuschauer feuerten ihre Mannschaft whrend der nervenzereienden sechzig Minuten frenetisch an und hatten groen Anteil am umjubelten Sieg, der Heinz, Heburg und Co. selbst auf den Thron hievte. Trotz aller Hektik und groer Nervositt auf beiden Seiten, gab es auch spektakulre und begeisternde Aktionen. So zum Beispiel als Monika Klajnszmit in bedrngter Linksauenposition den Ball im Tieflug ins Tordreieck hmmerte oder als Gabi Dimcesu in ihrer unnachahmlichen Manier am Kreis gleich drei Gegenspielerinnen versetzte und zum 20:19 einlochte. berragende Akteurin in einem sehr kompakt auftretenden und beraus kampfstarken Team war Torfrau Marion Fabender, die in der alles entscheidenden Schlussphase, als der SVR in 4:6-Unterzahl auf dem Parkett stand, eine Glanztat nach der anderen vollbrachte. Zu diesem Zeitpunkt (57. Minute) lagen die Gastgeberinnen mit 24:23 vorn. Fabender fischte nun mehre Blle von Jelicic aus dem Winkel und Petra Neu markierte die Treffer zum 25:23 und zum 26:23-Endstand. Danach gab es in der Sporthalle der Friedrich-Ebert-Schule kein Halten mehr. Die Spielerinnen wlzten sich freudetrunken zu zweit oder zu dritt auf dem Boden, die anderen Siegerinnen tanzten oder busselten sich und die Zuschauer inszenierten eine Welle nach der anderen. Die Euphorie unter den Fans kannte keine Grenzen. Aus zahlreichen Mndern war zu hren: Bundesliga, wir kommen! Trainer Uli Faber lie sich zu solch gewagten uerungen nicht hinreien und analysierte gewohnt nchtern und sachlich: Wir haben die erste Viertelstunde schadlos berstanden und dank einer groartigen Abwehr die Strategen Jelicic und Mller weitesgehend ausgeschaltet. Unsere excellente Abwehrarbeit und eine beeindruckende Marion Fabender, die die Blle reihenweise parierte, waren der Schlssel zu diesem tollen Sieg. Auf der Gegenseite monierte ein sichtlich enttuschter DJK-Trainer Peter Monz die zahlreichen technischen Fehler seiner Schtzlinge: Wenn man in den Schlussminuten sechs Mal in Ballbesitz ist und dann sechs Mal die Kugel wieder verliert, dann geht man gegen diesen starken Gegner als Verlierer vom Platz.Bernd Kraiger, Betreuer und Statistiker beim SVR, fhrte einen weiteren Grund fr den Triumph an: Die Mannschaft hat die taktischen Anweisungen unseres Trainers hervorragend umgesetzt. Das passende Schlusswort stammte jedoch vom Erfolgscoach: Jetzt sind wir der gejagte Favorit, aber wir werden auch in diese Rolle hineinwachsen. Torschtzen: Heinz 10/3, Heburg 5, Neu 3, Bors 2/1, Klaijszmit 2, Steyer 1, Dimcescu 1, Randl 1, Fischer 1.

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