Chaos in Afrika

Von RAINER HAHNEFuball. Es htte so schn werden knnen. Der KSV Hessen Kassel wollte die U 20 von Kamerun zur Vorbereitung auf

Von RAINER HAHNE

Fuball. Es htte so schn werden knnen. Der KSV Hessen Kassel wollte die U 20 von Kamerun zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft einladen. Chaos in Kamerun lie die schnen Plne scheitern - vorerst.In einem Gesprch mit Kameruns Nationaltrainer Otto Pfister hatte ich angeboten, in Kassel ein Trainingslager fr die U 20 auszurichten, rgert sich KSV-Prsident Jens Rose heute. Wir wollten drei Spiele gegen die Mannschaft organisieren und die Unterbringung bernehmen.Pfister versprach, das Angebot weiter zu leiten. Doch dann kam nichts mehr. Rose erkundigte sich Wochen spter beim Nationalcoach. Der hatte die Anfrage auch in das Sportministerium weitergeleitet. Ich habe dann einen Anruf von dem Trainer der U 20 erhalten, kann Rose heute nur noch staunen. Der hat sich fr das Angebot bedankt. Das wars.Skurile Zge erhielt die ganze Sache, als Rose, der die Aktion schon abgehakt hatte, von der deutschen Botschaft informiert wurde, die Mannschaft sei schon so gut wie auf dem Weg. Ich war sprachlos. So geht das natrlich nicht. Es gab keinerlei Absprachen. Und ich kann nicht bernachtungspltze fr 40 Personen aus dem Hut zaubern.Kameruns Presse nahm sich der Sache an. Otto Pfister wurde vorgeworfen, das Trainigslager hintertrieben zu haben. Doch der hatte nach einem verlorenen Lnderspiel ganz andere Probleme. Er hat mir erzhlt, ihm seien nach der Niederlage drei Stammeshuptlinge als Co-Trainer zur Seite gestellt worden. Da hat er gekndigt, wei Rose mittlerweile. Ob das geplante Trainingslager jetzt 2010 stattfinden wird, wei noch niemand.Wenn man mitkriegt, was dort fr Verhltnisse herrschen, wundern man sich ber nichts mehr, schttelt Rose nur noch den Kopf.Der KSV hat bekanntlich drei ghanaische Nationalspieler zum Probetraining eingeladen. Donnerstag sollten die in Deutschland ankommen. War natrlich nichts.Ich sehe das mittlerweile gelassen, sagt Afrika-Kenner Rose. Wir lassen uns berraschen, ob sie wirklich kommen. Wenn sie kommen und es sind wirklich die Spieler, die wir gesehen haben, knnen sie uns absolut verstrken. Wenn sie nicht kommen, ist das auch nicht schlimm. Das Spiel gegen Dynamo Tiflis hat gezeigt, dass wir mit einer starken Mannschaft in die Saison gehen.

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