Wegen Coronavirus: Wilhelmshöhe Open abgesagt

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In diesem Jahr kommen die Stars von morgen nicht nach Kassel. Auf unserem Archivbild ist Orlando Luz, Sieger der WH Open 2018 zu sehen.

Die „Stars von morgen“ kommen in diesem Jahr nicht auf die Anlage des Kasseler Tennis-Club Bad Wilhemshöhe 1896. Denn das Coronavirus macht leider auch vor den Wilhelmshöhe Open nicht halt. Die Veranstalter informierten, dass das Turnier nicht stattfinden kann.

Tennis. Das mit 25.000 Dollar Preisgeld plus Hospitality höchstdotierte deutsche Tennis-Turnier findet 2020 nicht statt. Das internationale Turnier, eines der beliebtesten auf der ITF-Tour, sollte vom 13. bis 19. Juli traditionell auf der Anlage des KTCW an der Burgfeldstraße ausgetragen wer- den. Aufgrund der aktuellen Lage wird nun erstmals seit 23 Jahren nichts daraus. Nimmt man die ehemalige Warsteiner Grand Prix-Serie (bis 1997) dazu, ist es der erste Turnier-Ausfall seit 34 Jahren.

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„Nach vielen intensiven Gesprächen in den letzten Wochen mit unseren Sponsoren, Partnern und Dienstleistern sowie mit dem Deutschen Tennis Bund haben wir uns entschieden, die Wilhelmshöhe Open 2020 abzusagen und auch nicht auf einen späteren Termin in diesem Jahr zu verschieben“, erklärt Turnierdirektor Dr. Eberhard Engelmann.

Bildergalerie: Die Wilhelmshöhe Open 2018

Wilhelmshöhe Open: Luz entscheidet brasilianisches Finale für sich

Sieger der Wilhelmshöhe Open: Orlando Luz. © Soremski
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Angesichts der aktuellen Lage sehen das Organisationsteam und der Vorstand des KTCW dies als einzig richtigen Schritt.  „Wir wollen mit der Entscheidung Planungsklarheit schaffen und nicht auf eventuelle spätere behördliche- oder Verbandsanweisungen warten. Viele unserer Sponsoren und Partner haben zurzeit mit anderen, wichtigeren Dingen zu tun als mit unserem Turnier. Das und die unsichere weitere Entwicklung machen eine Planung der WO auf dem hohen Niveau der letzten Jahre einfach nicht möglich“, so Engelmann.

Die internationalen Verbände ATP und ITF hatten bereits alle Turniere bis zum 7. Juni ausgesetzt, sodass auch bei einer Besserung der Situation nur ein Monat Zeit geblieben wäre, die konkrete Vorbereitung unter deutlich veränderten Vorzeichen fortzuführen.

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„Das ist in der Qualität, die uns immer ausgezeichnet hat, momentan nur sehr schwer umsetzbar“, sagt der Turnierdirektor. Für Engelmann und sein Team sei es daher unmöglich, nach der Absage der Olympischen Spiele und der Fußball-Europameisterschaft in diesem Jahr, nach der Verschiebung der French Open und der wahrscheinlichen Absage von Wimbledon (zeitlich kurz vor dem WO-Termin) ein vergleichsweise kleineres Event in Kassel auszurichten: „Das passt nicht zu uns und unserem Verständnis von fair play.“

„Nach reiflicher Überlegung und Abwägung aller Dinge gibt es für uns im Sinne der Gesundheit aller leider keine Alternative“, betont auch Prof. Dr. Michael Eisfeld, erster Vorsitzender des KTCW, „mit der Absage zum jetzigen Zeitpunkt haben wir, auch wenn es uns nicht leicht gefallen ist, bewusst den eigenen Weg gewählt. Viele Partner der Wilhelmhöhe Open sind zurzeit in einer Lage, in denen ein Sponsoring eines Tennisturniers in der Bedeutung hintan steht. Deshalb möchten wir so auch ein Signal setzen und sie hier entlasten.“ Die

 ersten Reaktionen auf die Absage waren sehr positiv. 

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Die Sponsoren tragen die Entscheidung der Turnier-Verantwortlichen mit und haben sich schon bereit erklärt, die Wilhelmshöhe Open 2021, wenn der KTC Bad Wilhelmshöhe 1896 zudem sein 125-jähriges Bestehen feiert, wieder zu unterstützen. „Wir hoffen alle, dass sich die Lage bald entspannt und dann nicht nur wieder gemeinsam Sport betrieben wer- den kann, sondern dass dann auch die vielen nordhessischen Tennisfans die Unterstützer und Förderer unseres Turniers und anderer Vereine oder Veranstaltungen entsprechend bei ihren Einkäufen oder den angebotenen Dienstleistungen berücksichtigen. Denn nur dann ist Sport auf hohem Level in der Region zu halten“, so Dr. Eberhard Engelmann.

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