Defensive zur harmlos, Offensive zu unkonzentriert!

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Hann. Münden. TG-Handballer können Negativserie einfach nicht stoppen.

Dresden/ Münden. Die Negativserie der Mündener Drittligahandballer reißt einfach nicht ab. In der Energieverbund Arena gab es gegen den HC Elbflorenz eine 30:25 (16:12) Niederlage. Damit ging auch das 12. Saisonspiel verloren und der Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz vergrößerte sich weiter.

Dabei sah es in den ersten 20 Minuten noch gut aus für das Team von Frank Janotta. Die TG legte ein Tor vor und Dresden musste nachziehen. Bis zum 6:6 war dies der Lauf der Dinge. Dann ging Dresden erstmal mit 9:7 in Front. Doch zwei Tore von Manuel Evora und dem glänzend aufgelegten Eduard Klyuyko brachten umgehend den Ausgleich. Das 9:9 in der besagten 20. Spielminute war der letzte Einstand des Spiels. Danach konnte sich Elbflorenz Stück für Stück absetzen und nutzte kurz vor der Pause noch einige technische Fehler der Mündener zu schnellen Gegentoren und ging mit einer Vier-Tore-Führung zum Pausentee.

Nach der Halbzeitunterbrechung gehörten die ersten sechs Minuten allein Dresden. Vier Tore erzielten die Gastgeber, ehe Tim Gerland einen Strafwurf entschärfte und wieder ein Ruck durch die Mannschaft ging. Doch auch die Tiger legten nochmal eine Schippe drauf und konnten vor allem dank der zehn Feldtore durch den ehemaligen Mündener Dennis Knudsen kurzzeitig bis auf neun Tore auf 25:16 in der 46. Minute davonziehen. Aus dieser Situation noch zu punkten schien nicht möglich, doch dieser Mündener Mannschaft ist weiterhin Respekt zu zollen. Erst nach dem Abpfiff gingen die Köpfe einiger Spieler nach unten. Bis dahin arbeiteten die Akteure auf dem Feld aufopferungsvoll. Kevin Knieps, der als Kreisläufer auf Grund der Personalprobleme auch im Rückraum agieren musste, ging immer wieder dahin, wo es weh tat und konnte mehrere Zeitstrafen herausholen.

Der Grund für die Niederlage am Samstag Abend lag eindeutig in der Defensive und der schlechten Rückwärtsbewegung. Die Absprachen zwischen Abwehr und den Torleuten griffen nicht, wie vorher besprochen und zu Beginn der ersten Hälfte gingen vier der ersten sechs Tore vom Block abgefälscht und mit unberechenbarer Flugkurve ins Netz. Doppelt ärgerlich, denn hieraus hätten sich Chancen zum eigenen Tempospiel nach vorne ergeben. Dies nutzten die Hausherren besser, die aus vielen der insgesamt 13 technischen Fehler der Mündener Offensive Tempogegenstoßtore erzielten konnten. Ein weiteres Indiz für die Harmlosigkeit der Defensive ist das Zeitstrafenverhältnis von 1 zu 5. Die Dresdener gingen wesentlich härter zur Sache, doch alles in allem blieb dieses Spiel ein sehr faires.

Nach zwei schwachen Auswärtsauftritten in Folge ist die gezeigte Leistung eine deutlich Steigerung. Wenn die Mannschaft jetzt den gleichen Leistungsschub drauflegen kann wie bei der Leistung gegen die Baunataler Eintracht am letzten Samstag, dann stehen die Chancen in den kommenden zwei Heimspielen gegen Aschersleben und Groß Umstadt bedeutend besser.

Hierfür bleibt zu hoffen, dass sich die Handverletzung von Manuel Evora als nicht allzu gravierend herausstellt und er am kommenden Heimspieltag mit von der Partie sein kann. Ansonsten müsste die TG komplett auf den Einsatz eines Linkshänders verzichten, und auf einen weiteren Wechselspieler.  Nach der Viereinhalbstündgen Rückfahrt bleiben den Spielern zweieinhalb Tage, bevor es mit dem Mannschaftstraining weitergeht, und mit der Vorbereitung auf die Alligatorenjagd! (jr)

Für die TG liefen auf: Klocke, Gerland - Skrobic, Evora (4), Leinhart (2), Klyuyko (12/3), Backs, Kurka, Knieps (4), Rentsch (3).

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