Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus haben im Sport nichts verloren

Hessen. "Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus haben im Sport nichts verloren! Vielmehr steht der Sport für Werte wie Fairness, Respekt,

Hessen. "Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus haben im Sport nichts verloren! Vielmehr steht der Sport für Werte wie Fairness, Respekt, Verständigung und Vielfalt." Wie auch in Zukunft sicher gestellt werden kann, dass diese Werte weiterhin Tag für Tag im Sportverein gelebt werden können, diskutierten rund 80 Vertreter von Sportkreisen, Sportverbänden und Vereinen gemeinsam mit Integrationsbeauftragten von Kommunen sowie Vertretern von Ausländerbeiräten und weiteren Institutionen.

Eingeladen hatte der Landessportbund Hessen, die Sportjugend Hessen und die Bildungsakademie des Landessportbundes Hessen zu einer gemeinsamen Bildungskonferenz mit dem Titel "Sport für alle – wer macht mit?" in die Sportschule des Landessportbundes in Frankfurt.

Mit welchen Bedrohungen und Problemen der Sport es aktuell konkret zu tun hat und welche Ansätze, diesen zu begegnen, bereits existieren, wurde in zwei einführenden Vorträgen aufgezeigt.

Ömer Sekmen, Integrationsbeauftragter des Hessischen Fußball-Verbandes, gab in seinem Bericht von persönlichen Erlebnissen auf Sportplätzen Begriffen wie Ausgrenzung und Diskriminierung Gestalt. Angelika Ribler (Sportjugend Hessen) berichtete in ihrem Vortrag über aktuelle Erscheinungsformen von Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus im (hessischen) Sport. Sie schlug aber auch den Bogen zu verschiedenen bereits existierenden Modellen und Projekten, mit denen sich der Sport hiergegen zur Wehr setzt.

Verschiedene Diskussionsrunden befassten sich im Anschluss z.B. mit Möglichkeiten der Qualifizierung von Trainerinnen und Trainern, der Einrichtung von Antidiskriminierungsstellen im Sport, der Bildung und Nutzung von Netzwerken, der Rolle von Migrantensportvereinen und der Bedeutung von Satzungen und Ordnungen im Sport. Und letztlich, mit welchem Selbstverständnis sich Sportvereine präsentieren und wie sie ihren Beitrag zu Demokratieerziehung und Wertevermittlung leisten können.

Ausdruck für die hohe gesellschaftliche Bedeutung des Tagungsthemas war auch die breite Resonanz auf die Einladung zu dieser Konferenz von außerhalb der Sportorganisationen. Ralf-Rainer Klatt, Vizepräsident des Landessportbundes Hessen und zuständig für Sportentwicklung, sah in seinen Schlussworten den Erfolg dieser Veranstaltung darin, dass durch die vielfältige Beteiligung an dieser Tagung im Dialog der unterschiedlichen Akteure zahlreiche verschiedene Perspektiven Eingang fanden und Solidarität deutlich spürbar wurde.

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