Diskussion über Zentralabitur und einheitliche Bildungsstandards

Fulda. Dr. Katrin Hesse(SPD), Mitglied der Schulkommission im Kreistag und Dr. Peter Haller , Vorsitzender des SPD Ortsvereins Fulda Sd fordern

Fulda. Dr. Katrin Hesse(SPD), Mitglied der Schulkommission im Kreistag und Dr. Peter Haller , Vorsitzender des SPD Ortsvereins Fulda Sd fordern einheitliche Bildungstandards.

"Wir knnen nicht in einer globalen Welt im Wettbewerb bestehen wollen und auf der anderen Seite bildungspolitische Kleinstaaterei betreiben", sagte Haller, Vorsitzender des SPD Ortsvereins Fulda-Sd, anlsslich einer Diskussion im Vorstand des SPD-Unterbezirks Fulda um das Zentralabitur. Gemeinsam mit Hesse. Mitglied der Schulkommission im Kreistag, pldierte er fr einheitliche Bildungsstandards in Deutschland.

Die organisatorischen Probleme eines Zentralabiturs seien gegenwrtig noch gro, merkte Haller an. Ein Zentralabitur msste in allen Bundeslndern am selben Tag geschrieben werden. Damit verbunden ist die Frage Ferienzeiten. Streng einheitliche formulierte Prfungsaufgaben lieen regionale Besonderheiten auen vor. Diese Schwierigkeiten seien aber berwindbar, war sich der Vorstand des Unterbezirks einig.

Hesse betonte, sie sehe die von der Kultusministerkonferenz (KMK) verabschiedete verbindliche Einheitliche Prfungsanforderungen (EPA), die eine Vergleichbarkeit bei der allgemeinen Hochschulreife sicherstellen sollen, als wichtigen Schritt in die Zukunft an. Berlins Bildungsminister und KMK-Prsident Jrgen Zllner, so berichtete Hesse weiter, habe angekndigt, auf der nchsten KMK-Sitzung ber bundesweit einheitliche Bildungsstandards diskutieren zu wollen. Auch das Thema Zentralabitur werde dabei zur Sprache kommen.

Es ist jedoch fraglich, ob die Abiturienten aller 16 Bundeslnder bald dieselben Abiturfragen beantworten wre doch fr die Einfhrung eines Zentralabiturs ein einstimmiger Beschluss der KMK notwendig. Dafr aber stt der Vorsto von Baden-Wrttembergs Ministerprsident Oettinger auf zu viel Vorsicht und Skepsis. Der grte Gegenwind kommt von seinem Parteifreund Roland Koch aus Hessen. Dieser wehrt sich gegen die Bestrebungen einer einheitlichen Bildungspolitik und beruft sich dabei auf die Lnderhoheit in der Schulpolitik.

Kritisch merkte Hesse dazu an, dass diejenigen, die im vergangenen Jahr im Rahmen der Fderalismusreform einen strkeren Einfluss der Lnder auf die Bildungspolitik durchgesetzt haben, nun bundesweit einheitliche Abiturprfungen fordern. Ein klarer bildungspolitischer Entwurf bei der Union sei gegenwrtig nicht erkennbar, schloss Hesse die Diskussion.

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