„Ein Deutscher springt heute um einen Platz auf dem Podest mit“ – prophezeit Neumayer

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Foto: Veranstalter

Willingen. Rund 6.000 Fans hatten sich am Freitagabend auf den Weg zur Mühlenkopfschanze gemacht, um die Qualifikation und die Eröffnungsfeier des S

Willingen. Rund 6.000 Fans hatten sich am Freitagabend auf den Weg zur Mühlenkopfschanze gemacht, um die Qualifikation und die Eröffnungsfeier des Skispringens zu erleben und sorgten bereits für mächtig Stimmung. Trotz heftigen Schneefalls gab es gute Sprünge der deutschen Springer, bei denen Richard Freitag als Gewinner der Quali für das Einzelspringen am heutigen Sonntag die Nase vorne hatte.

Slowenien (990,4 Punkte) hat zum Auftakt des Willinger Kult-Weltcups auf der Mühlenkopfschanze den Teamwettbewerb vor Norwegen (972,5) und Deutschland (963,7) gewonnen und damit seine Ambitionen auf den Gesamtsieg bei der 5. VERIVOX.de FIS-Team-Tour unterstrichen. Vor rund 13.000 Zuschauern dominierten Jurij Tepes, Jaka Hlava, Peter Prevc und Skiflug-Weltmeister Robert Kranjec den Wettbewerb klar. Für die sieggewohnten Österreicher (958,6) blieb ohne Thomas Morgenstern, aber mit einem überragenden Gregor Schlierenzauer überraschend nur der vierte Platz.

Es war der zweite Sieg der Slowenen in diesem Winter. Die inoffizielle Einzelwertung gewann Peter Prevc (272,7 Punkte) vor Gregor Schlierenzauer (265,1) und Anders Bardal (260,5).

Jurij Tepes (Slowenien): "Der Schlüssel zum Erfolg war unsere Ausgeglichenheit. Alle sind gut gesprungen und haben keine Fehler gemacht. Wir denken noch nicht an die WM sondern von Springen zu Springen. Am Sonntag können wir alle unter die Top 20 springen. Wir haben ein starkes Team, jeder springt für jeden ein."

Tom Hilde (Norwegen): "Wir sind zufrieden, nachdem wir in Zakopane nur Siebte waren. Wir haben einen guten Job gemacht und gezeigt, dass wir es besser können. Slowenien war sehr stark, wir hatten keine Chance. Die WM ist noch wichtiger für uns."

Michael Neumayer (Deutschland): "Wir wollten aufs Podium. Das haben wir geschafft. Wir sind gut in Form. Slowenien war heute zu stark und Norwegen einen Tick besser. Wir haben morgen sieben Springer und wollen alle ins Finale. Einer davon soll auch auf das Podium."

Die DSV-Adler mit Michael Neumayer, Richard Freitag, der am Vortag die Qualifikation für das Einzelspringen am Sonntag für sich entschieden hatte, Andreas Wellinger und Severin Freund erreichten damit ihr erstes Ziel auf der Tour, einen Podestplatz.

"Wir hatten uns vorgenommen, vor heimischen Publikum aufs Podest zu springen. Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Wir haben eine ordentliche Leistung gebracht", erklärte Michael Neumayer. "Slowenien hat heute eine sensationelle Leistung gebracht und auch Norwegen war eben noch einen Tick besser."

Favoriten für das heutige Einzelspringen

Für heute kündigte Neumayer gestern an: "Ein Deutscher springt morgen um einen Platz auf dem Podest mit", prophezeite der 34-Jährige. "Aber wer Gregor Schlierenzauer nicht auf seiner Rechnung hat, hat keine Ahnung vom Skispringen. Er springt derzeit in einer andern Welt. Es macht vor dieser Kulisse in Willingen einfach Spaß. Schlierenzauer war erst am Morgen via Paderborn nach Willingen eingeflogen. Der Mann mit 48 Weltcup-Siegen überzeugte mit 140 und 142 m und hätte die Deutschen beinahe noch vom Podest gefegt. An ihm führt im Einzelspringen sicherlich kein Weg vorbei. Doch auch der Slowene Peter Prevc gab mit 143 und 142 m eine starke Visitenkarte ab. Im DSV-Quartett kam Neumayer auf 139,5 m und Freund auf 138,5 und 137,5 m.

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