Friedenslicht aus Betlehem

Fulda/Kurhessen-Waldeck. Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im Bistum Fulda und der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder

Fulda/Kurhessen-Waldeck. Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im Bistum Fulda und der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) in Kurhessen-Waldeck brachten auch in diesem Jahr wieder das Friedenslicht aus Betlehem zu den Menschen in den Gemeinden und Husern. Am Sonntag (3. Advent) fand die Aussendungsfeier im Dom zu Fulda statt.

Am Morgen des dritten Advents fuhr ein ganz besonderer Zug in den Bahnhof Fulda ein. Von auen sah er ganz normal aus, aber innen hatte er eine wertvolle Fracht: Ein Stck von Weihnachten, das Friedenslicht aus Betlehem. Die kleine Flamme, die in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem von einem Kind aus sterreich entzndet wurde, hat eine lange Reise hinter sich. Mit dem Flugzeug war sie nach Wien gekommen.

Von der internationalen Aussendungsfeier in Wien haben es Sophie Haentjens (VCP) aus Fulda und Anja Husmann (DPSG) aus Wchtersbach abgeholt und sicher nach Fulda gebracht. Diese besondere Kerzenflamme durfte natrlich unterwegs nicht ausgehen. Die Anspannung der beiden Friedenslichttrgerinnen war dementsprechend gro. Erst als die ersten Kerzen im Fuldaer Dom mit dem Friedenslicht entzndet wurden, konnten die beiden Pfadfinderinnen aufatmen. Anja: Wir sind froh, dass wir das Licht Heil hier her bekommen haben und freuen uns auf die Weitergabe an die vielen Menschen.

Eine Welt eine Hoffnung: Frieden - das ist das Thema der diesjhrigen Friedenslichtaktion der deutschen Pfadfinderverbnde. Whrend der Aussendungsfeier im vollbesetzten Dom machten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder deutlich, dass der Frieden auch in unserem Land nicht selbstverstndlich ist. In seiner Begrung sprach Weihbischof Prof. Dr. Diez ein paar Dankesworte an die Pfadfinder: Die Menschen warten auf dieses Licht. Und ihr bringt es ihnen! In einer kalten und kriegerischen Welt sendet ihr ein Zeichen des Friedens.. Propst Pauli betonte in seiner Ansprache die Hoffnung, die man nie verlieren drfe. Sie bedeute auch, bereit zu sein. Allzeit bereit der Wahlspruch der Pfadfinder sei noch immer aktuell und so gehen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder auch heute als Friedensbotschafter voraus und fungieren als Wegweiser fr die Gesellschaft.

Er erklrte: Ihr Pfadfinder seid ein Licht des Friedens. Symbolisch trugen die Pfadfinder eine riesige Weltkugel durch den Dom. Damit wollten wir auf die Verantwortung der Menschen auf der Welt hinweisen und auch darauf, dass wir als Pfadfinderinnen und Pfadfinder weltweit vernetzt sind und uns fr den Frieden einsetzen., erklrte Markus Leis (Stammesvorsitzender, DPSG Wchtersbach) von der Friedenslicht-AG. In Texten wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die Welt grer ist als unser eigenes Umfeld und dass wir die Welt drum herum nie vergessen drfen. Viele Kinder haben leiden Hunger, werden als Kindersoldaten missbraucht oder haben keine Chance auf Bildung und Zukunft.

Die Kollekte geht nach PalstinaSeit mehr als 10 Jahren untersttzt der VCP in Hessen Jugendarbeit in Beit Jala (einem Nachbarort von Bethlehem) in Palstina. Dort entstand in der Schule Talitha Kumi eine Pfadfindergruppe mit mehr als 150 Mitgliedern. Das Angebot sinnvoller Freizeitbeschftigung ist in dieser Krisenregion von enormer Bedeutung, ein wirkungsvolles Mittel gegen Frustration und Perspektivlosigkeit, die sich allzu oft in Gewaltbereitschaft ausdrckt.

Hintergrund der Friedenslicht-Aktion

Die Aktion der sterreichischen Pfadfinder und des ORF zieht Kreise. Im Jahr 1986 entstand im obersterreichischen Landesstudio des sterreichischen Rundfunks (ORF) die Idee, die mittlerweile eine Lichtspur durch ganz Europa gezogen hat: Ein Licht aus Betlehem soll als Botschafter des Friedens durch die Lnder reisen und die Geburt Jesu verknden. Das Friedenslicht in jedem Jahr in den Wochen vor Weihnachten von einem sterreichischen Kind in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem entzndet. Von dort aus reist das Licht mit dem Flugzeug in einer explosionssicheren Lampe nach Wien. Dort wird es am dritten Adventswochenende in alle Orte sterreichs und in die meisten europischen Lnder gesandt. Zge mit dem Licht fahren ber den ganzen Kontinent.

Insbesondere die Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben sich des Friedenslichtes angenommen und sorgen dafr, dass es in den meisten europischen Lndern verbreitet wird und sogar seinen Weg in die USA gefunden hat. Seit 1994 verteilen deutsche Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht aus Betlehem und sorgen dafr, dass dieses Weihnachtssymbol der Hoffnung auf Frieden am Heiligabend in zahlreichen Wohnzimmern, Kirchengemeinden, Krankenhusern, Seniorenheimen, Asylbewerberunterknften und Justizvollzugsanstalten leuchtet. Das Licht ist das weihnachtliche Symbol schlechthin.

Mit dem Entznden und Weitergeben des Friedenslichtes erinnern wir uns an die weihnachtliche Botschaft und an unseren Auftrag, den Frieden unter den Menschen zu verwirklichen. Das Friedenslicht ist ein Zeichen der Hoffnung. Es hat sich in wenigen Jahren von einer kleinen Flamme zu einem Lichtermeer ausgeweitet und leuchtet mit seiner Botschaft Millionen von Menschen.

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