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Rumungs- und Zahlungsklage gegen Huskies: Lippe zahlt bis 27. Dezember 83.000 Euro... und muss zum 30. April 2008 aus der Halle raus Von KARSTEN

Rumungs- und Zahlungsklage gegen Huskies: Lippe zahlt bis 27. Dezember 83.000 Euro... und muss zum 30. April 2008 aus der Halle raus

Von KARSTEN KNDL

Eishockey. Die Rumungs- und Zahlungsklage von Simon Kimm gegen die Kassel Huskies ist vom Tisch.

Am Donnerstag Vormittag einigten sich die beiden streitenden Parteien vor Gericht auf einen Vergleich (fr Huskies-Eigner Rainer Lippe war nur dessen Anwalt Dr. Andreas Nodoushani anwesend, Kimm war gemeinsam mit seinem Anwalt Alexander Hassenpflug gekommen), der nahezu dem Vergleichsvorschlag entspricht, den beide Parteien vor einem Jahr schon einmal unterzeichnen wollten.

Damals hatte Sparkassen-Chef Dieter Mehlich zwischen Volker Wagner, dem kaufmnnischen Leiter der Huskies, und Eishallenbesitzer Simon Kimm vermittelt. Der Vertrag war aber dann doch nicht rechtskrftig unterschrieben worden. Lippe-Anwalt Nodoushani sagt: Weil Kimm nachtrglich zustzliche Vereinbarungen haben wollte beispielsweise eine Mietausfall-Brgschaft ber rund 600.000 Euro. Kimm sagt: Weil Lippe entgegen seiner Zusage, die 375.000 Euro Lizenzgebhren sofort freizugeben, dies erst auf Druck von OB Hilgen rund vier Monate spter tat.

Hauptbestandteil der Einigung, die von Richterin Brigitte Damm protokolliert wurde, ist nun, dass Huskies-Eigner Rainer Lippe bis zum 27. Dezember 83.000 Euro Kaltmiete nachzahlt fr den Zeitraum vom 1. November 2006 bis zum 31. Dezember 2007. Auerdem behalten alle Vereinbarungen des ursprnglichen Mietvertrages weiter ihre Gltigkeit. Das heit, dass Lippe auch die Nebenkosten aus der Vergangenheit bernehmen muss. Bis dato hatte der Huskies-Eigner nicht einen Cent an Kimm gezahlt. Begrndung: Laut einem Gutachten, das Lippe hatte erstellen lassen, sei in der Halle ein Renovierungsbedarf von 248.000 Euro vorhanden. Lippe hatte die Forderungen Kimms diesem Betrag gegengerechnet. Die Einigung sieht jetzt vor, dass Lippe auf Renovierungen und Instandhaltungen verzichtet, deren Ursache vor dem heutigen Datum liegt.

Die Einigung sieht auch vor, dass beide Parteien alle anhngigen Prozesse gegeneinander einstellen.

Zahlt Lippe die 83.000 Euro nicht bis zum 27. Dezember, kann Kimm aus dieser Einigung heraus vollstrecken, die Huskies mssten die Halle sofort rumen. Fakt ist auch, dass die Huskies am 30. April 2008 sowieso aus der Halle mssen. Denn zu diesem Datum endet der Mietvertrag. Und Kimm macht keinen Hehl daraus, dass er mit Rainer Lippe keine weiteren, neuen Vertrge abschlieen werde. Kimm: Es geht mir gar nicht mal ums Geld... Ich will einfach nur meine Ruhe haben.

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