Joe Gibbs: "Das letzte Spiel der Saison gewinnen!"

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Kassel Huskies vor den Playoffs: Das sagen Manager und Trainer Rico Rossi.

Eishockey. Die Stimmung in der Trainerkabine der Kassel Huskies ist gelöst. "Wollt ihr einen Kaffee oder ein Kaugummi?" fragt Cheftrainer Rico Rossi locker in die Runde – und steckt sich selbst einen Streifen in den Mund.

Zusammen mit seinem Co Rob Leask und Manager Joe Gibbs stimmt sich der Italo-Kanadier auf die kommenden Wochen ein: Auf Playoffs, auf den Kampf um die Meisterschaft. "Wer in die Playoffs kommt, will natürlich auch Meister werden", schmunzelt er, "aber schreib das nicht als Schlagzeile." Denn tatsächlich würden er und sein Team anders denken: Von Spiel zu Spiel, immer mit dem Wunsch, zu begeistern. "Unser Ziel war es von Anfang an, die beste Position mit dem Team zu erreichen. Eine starke Mannschaft zu formen und gute Arbeit abzuliefern," stapelt Rossi tief. Dass er und seine Jungs nach der herausragenden Hauptrunde unter den besten vier Teams der DEL II stehen würden, war vor der Saison nicht absehbar – oder doch? "Nachdem wir ins Training gestartet waren, merkte ich, dass die Mannschaft viel erreichen kann."Den direkten Klassenerhalt zunächst, dann die Playoffs, sogar mit Heimrecht. Dazu kommt etwas, was im Kasseler Eishockey lange ein Fremdwort war: Ruhe. "Die Jungs können sich aufs Eishockey konzentrieren, Unruhe gibt es nicht. Wir sind ein gutes Team auch abseits des Eises", erklärt Manager Joe Gibbs. Sonst wären die bisherigen Erfolge nicht denkbar.

Bei Null habe man im Sommer angefangen, laut Gibbs arbeiten die Huskies mit einem Etat, "der am unteren Ende der Liga" angesiedelt sei. Vertrauen müsse man sich hart erarbeiten – was anscheinend geklappt hat. Gibbs: "Mit 3.000 Fans haben wir kalkuliert, unser Schnitt liegt bei 3.400". Sommertheater? Diesmal nicht in Aussicht.Zurück zu Rico Rossi. Er tüftelt bereits an einem Programm für die Playoff-Zeit: Ein guter Mix aus Training, Spielen und Regeneration muss nun gefunden werden.  Er nennt es "den optimalen Zustand der Mannschaft zu schaffen."

Zugutekommt den Jungs nun Trainingsfleiß aus Herbst und Winter 2014: "Unsere Konditionswerte sind tipptopp", freut sich Rossi. Bis Dezember wurden dienstags und mittwochs Extra-Schichten eingelegt: Ausdauer und Kraft trainiert.

Doch wo soll die Reise der Schlittenhunde hingehen? Die Möglichkeit sportlich in die DEL aufzusteigen verhindern die Regularien. Sollte es an den Grünen Tisch gehen, greifen die Huskies dann zu? "Nein. Das wird es in diesem Jahr nicht geben", sagt Gibbs entschieden. Kein Ligensprung, keine DEL also, egal wie der Endspurt der Saison laufen wird.Um die 80 Spiele kann das Team am Ende der Spielzeit in den Knochen haben. Wäre da die Meisterschaft nicht die Krönung? "Davon rede ich nicht," erklärt Gibbs lächelnd. "Ich würde mich freuen, das allerletzte Spiel der Saison zu gewinnen". Und was das hieße, ist bekannt...

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