Der Hammer kam vorm Hammer

KSV-Clubhaus kurz vor Versteigerung verkauft Kufer aus Gttingen Von VICTOR DEUTSCH Kassel. Sie kamen der Reihe nach und mu

KSV-Clubhaus kurz vor Versteigerung verkauft Kufer aus Gttingen

Von VICTOR DEUTSCH

Kassel. Sie kamen der Reihe nach und mussten alle unverrichteter Dinge gehen: Am Freitagmorgen, kurz vor 9 Uhr in der Kasseler Friedrichsstrae: Lwen-Vize Holger Gnther ist da, KSV-Manager Marc Arnold auch, Zelte-Knig Klaus Gttig und Vereins-Jurist Christian Franz. Ihr Ziel: Saal 130 des Kasseler Amtsgerichts, wo die Zwangsversteigerung des ehemaligen KSV-Clubhauses fr diesen Morgen angesetzt ist. Im Katalog angepriesen als: Erbbaurecht an Grundstck, Kassel, Damaschkestr. 35, bebaut mit einem 1- gesch. Gebude mit Anbau, unterkellert, DG ausgebaut (ehem. Klubheim des KSV Hessen Kassel), Bj. 1952 mit spteren Erweiterung, Um- und Anbau, Gesamtnutzfl.: 1.640 m, Baumngel und Bauschden vorhanden, Erbbaurecht ist befristet bis 2082, Grundstcksgre 2.496 m, Wert: 210.000,00 Euro.

Doch dazu kommt es nicht der Termin wurde kurzfristig abgesagt. Bereits am Mittwoch, so die Informationen des EXTRA TIP, hat ein Kufer zugeschlagen und den Kauf beim Notar beglaubigen lassen. Experten gehen davon aus, dass die Kaufsummer bei etwa 170.000 Euro gelegen hat. Der EXTRA TIP hat den Kufer aufgesprt Jony Bassil aus Gttingen, Geschftsfhrer einer Immobilienfirma und eines Autohauses, erwarb Gebude und Grundstck. Aus dem Umfeld des Vereins hatte er den Tipp fr die Immobilie in der Damaschkestrae bekommen. Und fr ihn ist klar: Der KSV soll dort wieder eine Heimatbekommen. An erster Stelle stehen fr ihn nun Gesprche mit den Verantwortlichen des KSV. Ich mag die Lwen und mchte mich dort engagieren, sagt Bassil, der sich schon einen Mitgliedsantrag hat besorgen lassen. Auch die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten am Gebude sollen, in Absprache mit den Fuballern angegangen werden. Der KSV Hessen hatte seinerseits gemeinsam mit der Firma Omeda, ebenfalls Mieter im Gebude, zu Jahresbeginn den Kauf des Gebudes angestrebt, war aber mit seinem Angebot gescheitert. Auf einem Treuhandkonto waren durch Spenden der Fans bis Anfang August 10.300 Euro eingegangen auch dieses Geld sollte den Kauf untersttzen. Wir wollten bei der Versteigerung selbst zuschlagen, sagte der KSV-Vorsitzende Jens Rose gestern gegenber dem EXTRA TIP. Aber natrlich sind wir auf jeden Fall zu Gesprchen mit dem neuen Eigentmer bereit. Aber nachdem wir bei der Versteigerung keinen Erfolg erzielt haben, werden wir auch die Plne einer eigenen Immobilie, die wir durch unsere Gremien parallel zum Kauf des alten Klubhauses vorangetrieben haben, wieder ins Auge fassen. Vor allem die hohen Nebenkosten im maroden Kabinentrakt sind den KSV-Verantwortlichen ein Dorn im Auge eine wirtschaftliche Verschlechterung knnen wir nicht hinnehmen, sagt Rose ganz klar ber die Zukunft mit dem neuen Eigentmer. Momentan zahlen die Lwen 10.000 Euro Jahresmiete und mssen fr Strom, Wasser, etc. 20.000 Euro berappen!

Der Wunsch, endlich wieder eine Heimat fr die Lwen und ihre Fans zu haben, steht fr Jens Rose weiter an erster Stelle. Schlielich hngen wir da seit zwei, drei Jahren vllig in der Luft.

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