KSV Hessen: Spannender Abend für Kassels neues Fanprojekt

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Abteilung Herzblut des KSV Hessen: Erste öffentliche Diskussion über das neue Fanprojekt mit hochkarätigen Experten

Kassel. Der Donnerstagabend könnte ein Meilenstein in der Kasseler Sozialarbeit sein: Dort gaben Fußballfan-Experten, Sozialarbeiter und Fanbeauftragte des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel erstmals einen Einblick, in das neue, kommende Fanprojekt.Wann genau dieses startet ist noch unklar, die Finanzierung jedoch steht: 30.000 Euro hat die Stadt Kassel dafür zur Verfügung gestellt. Weitere 30.000 Euro kommen vom Land Hessen, der DFB packt nochmal 60.000 Euro drauf. 120.000 Euro stehen also insgesamt zur Verfügung.Im KSV-Vereinsheim "Eppo’s Clubhaus"  hatte Fansozialarbeiter Dennis Pfeiffer und die Fanabteilung "Herzblut" zu einem Info-Abend geladen. Experten stellten zunächst allgemein deutsche Fansozialarbeit vor, berichteten von Erfahrungen und bisherigen Projekten. Michael Gabriel, Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS), Nordhesse Thomas Schneider, Leiter des Bereichs Fanangelegenheiten der Deutschen Fußball Liga (DFL) und Autor und Fan-Forscher Jonas Gabler ("Die Ultras – Fußballfans und Fußballkulturen in Deutschland") stellten unterschiedliche bestehende Projekte vor und beantworteten im Anschluss auf einer Podiumsdiskussion die Fragen der gut 100 erschienenen KSV-Anhänger.Gabriel hatte am Donnerstagvormittag mit Vertretern der Stadt bereits zusammen gesessen – Konkretes wurde da jedoch noch nicht beschlossen. "Sowohl der DFB als auch der Innenminister haben eindeutig Interesse an einem Fanprojekt in Kassel", so Gabriel. Er zeigte, dass in Nordhessen und in einem Umkreis von etwa 100 Kilometern kein vergleichbares  Projekt existiert. Endgültig entschieden wird allerdings erst nach der Kommunalwahl im März. Danach soll es aber schnell gehen, so dass bereits zur neuen Saison das Projekt starten kann.

"Derzeit wird noch ein Träger des Ganzen gesucht", so Gabriel weiter. Ob z.B. Diakonie, Caritas, Dynamo Windrad oder welche Institution auch immer das Projekt unter ihre Oberaufsicht nimmt, ist noch unklar. Auch ob Räumlichkeiten gemietet und was für Aktionen genau realisiert werden ist noch nicht geklärt.Aber man sei auf einem guten Weg, ist sich Dennis Pfeiffer sicher. Er wird als Kandidat für den Posten des Fansozialarbeiters gehandelt – auch wenn hier abschließend noch keine Personalentscheidung gefallen ist. Zustimmung erhält er unter anderem von Boris Mijatovic, dem sportpolitischen Sprecher der Rathaus-Grünen: "Gerade für Jugendliche und junge Erwachsene bietet ein Fanprojekt einen sozialen Rahmen, an dem sich orientiert und im Zweifel Unterstützung abgeholt werden kann. Für die Fankultur in der Stadt ist ein Fanprojekt zweifelsohne ein großer Gewinn."

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