Huskies siegen 6:4 in Frankfurt

Eishockey. Kassel kann stolz sein auf seine Helden: Mit einem 6:4-Sieg kehrten die Kassel Huskies am Sonntagabend vom Derby aus Frankfurt zurück. Dab

Eishockey. Kassel kann stolz sein auf seine Helden: Mit einem 6:4-Sieg kehrten die Kassel Huskies am Sonntagabend vom Derby aus Frankfurt zurück. Dabei erlebten die zahlreichen Huskies-Fans ein Wechselbad der Gefühle: Kassel führte nach Toren von Kostyrev, Engel und Sikora schon 3:1, ehe Frankfurt den Spieß umdrehte und selbst 4:3 in Führung ging. Doch Klinge (2) und Koziol machten alles klar.

So sah das Medienteam der Huskies das Spiel:

Eishockey. Am Sonntag mussten die Huskies zum zweiten Mal in der Endrunde der Oberliga-West bei ihrem ewigen Konkurrenten, den Löwen Frankfurt, antreten. Die beiden Tabellennachbarn trennten vor der Partie nur drei Punkte, so dass die ohnehin schon angespannte Gemütslage in beiden Fanlagern zusätzlich strapaziert wurde. Mit den bisherigen Ergebnissen konnten die Huskies zufrieden sein: Aus drei Partien in Haupt- und Endrunde holten die Nordhessen die Maximalausbeute von neun Punkten und konnten zudem am 1. Spieltag nach 16 Jahren des Wartens auch endlich mal wieder am Ratsweg gewinnen. Bis auf die Langzeitverletzten Alex und Stefan Heinrich sowie Julian Grund konnte Coach Jamie Bartman auf das komplette Huskies-Ensemble zurückgreifen. Für die Südhessen galt es nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Serie zurück in die Erfolgsspur zu finden...Die Huskies kamen stärker in die Partie. Bereits nach einer Minute wurde den Nordhessen das erste Powerplay der Partie zugesprochen. Und obwohl die Huskies hieraus kein Kapital schlagen konnten, so dauerte es im Anschluss nur wenige Wechsel bis die Blauweißen erstmals Jubeln durften. Der agile Koziol hatte Archie Kostyrev im Slot gefunden und der 29-jährige Wahlbaunataler überwand mit seiner Direktabnahme Boris Ackers im Kasten der Löwen zum 1:0. Doch auch auf der Gegenseite tat sich jetzt mehr. Roland Mayr scheiterte in der sechsen Spielminute genauso an Martin Fous, wie wenig später Sven Breiter. Lediglich kleine Unkonzentriertheiten im Aufbauspiel störten ein sonst souverän gestaltetes erstes Drittel der Huskies. Zudem bewies Martin Fous immer wieder gutes Stellungsspiel und bügelte – sofern sie passierten – die Fehler seiner Vorderleute aus. In der 12. Spielminute war aber auch er geschlagen. Löwen-Verteidiger Ryan Fairbarn spielte einen herrlichen Pass aus dem eigenen Drittel direkt auf die Kelle von Marvin Bauscher, und dieser ließ sich nicht zweimal bitten: das 1:1. Davon völlig unbeeindruckt schlugen die Huskies aber prompt zurück. Alex Engel besorgte mit einem platzierten Handgelenkschuss die erneute Kasseler Führung. Und als schon gar keiner mehr mit weiteren Toren rechnete, legte Petr Sikora noch einen drauf. Der Tscheche traf nur wenige Sekunden vor der ersten Drittelpause zu einer beruhigenden 3:1 Führung.Bei der Pausenansprache musste Löwencoach Beddoes laut geworden sein, denn wie verwandelt kamen seine Mannen zurück auf das Eis. Sven Breiters Chance in der 22. Spielminute läutete ein starkes Löwen-Drittel ein. In der 27. Spielminute konnte Alexander Althenn ein schnelles Umschalten im Konter zum 2:3-Anschlusstreffer nutzen. Huskies-Coach Bartman reagierte prompt und entschied sich für eine Auszeit. Das Sammeln und Konzentrieren klappte allerdings nur bedingt: Weiterhin bestimmten die Löwen das Geschehen und fanden gleich mehrere Male ihren Meister in Martin Fous. Doch dem andauernden Ansturm der Frankfurter war dann auch irgendwann Fous nicht mehr gewachsen. Noch vor Drittelende stellten Marvin Bauscher und Martin Schweiger mit ihren Treffern die Partie vollends auf den Kopf.Zu allem Überfluss hatte sich Sven Valenti in der letzten Aktion des zweiten Abschnitts noch eine Strafe eingefangen, so dass die Huskies die ersten zwei Minuten des letzten Abschnitts auch noch in Unterzahl agieren mussten. Unter dem Vorzeichen der drohenden Vorentscheidung legten die Schlittenhunde einen tollen Kampfgeist an den Tag. Nachdem diese erste Herausforderung dank eines tollen Einsatzes in Unterzahl gemeistert wurde, schalteten die Huskies wieder den Vorwärtsgang ein: Manuel Klinge sorgte mit einem Schlagschuss von der blauen Linie für den umjubelten Ausgleich.Und als sich schon jeder der 5.747 Zuschauer in der Eissporthalle am Ratsweg auf eine Verlängerung eingestellt hatte, meldete sich zum ersten Mal am heutigen Tag die zweite Angriffsformation der Huskies zu Wort. Marek Vorels Schuss blockte Ryan Fairbarn ab, den Rebound fand Christoph Koziol und der Rosenheimer überwand Ackers zum Führungstreffer der Nordhessen. Und als Manuel Klinge vom Bully weg per Direktschuss zum 4:6 traf, war klar, dass die Huskies die Achterbahnfahrt der Gefühle gut überstehen würden.

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