Integrationspreis: DFB nominiert Türkgücü Kassel!

Jurysitzung: DFB-Praesident Wolfgang Niersbach und Eugen Gehlenborg (DFB-Vizepraesident). Foto: Daimler AG
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Jurysitzung: DFB-Praesident Wolfgang Niersbach und Eugen Gehlenborg (DFB-Vizepraesident). Foto: Daimler AG

Kassel. Jury um Oliver Bierhoff machte den SV Türkgücü Kassel zum heißen Kandidat für den DFB und Mercedes-Benz Integrationspreis.

Frankfurt a. M/Kassel.  Der Kasseler Fußballverein Türkgücü Kassel zählt zu den Nominierten des DFB und Mercedes-Benz Integrationspreises. Bereits 2011 war der Verein aus der Nordstadt für seine Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Stadtteil mit einem Preis ausgezeichnet worden.  Für "kulTor", sein Projekt zur interkulturellen Begegnung, erhielt der SV Türkgücü Kassel im Jahr 2011 den mit 4.000 Euro dotierten zweiten Preis beim ODDSET Zukunftspreis des Hessischen Sports.

Die Jury um Wolfgang Niersbach und Oliver Bierhoff wählten am Donnerstag in Frankfurt insgesamt neun Nominierte in den Kategorien "Verein", "Freie und kommunale Träger" und "Schule" sowie den Sonderpreis-Träger aus.

Die Sieger werden am Vorabend des Länderspiels der deutschen Nationalmannschaft gegen WM-Teilnehmer Chile am 4. März 2014 auf einer Gala im Stuttgarter Mercedes-Benz-Museum gekürt. Die Gewinner erhalten einen Mercedes-Benz Vito, die Platzierten Geldpreise von € 10.000 und € 5.000. Der Sonderpreis geht an den Bundesliga-Klub 1. FSV Mainz 05 für seine außergewöhnliche Integrationsarbeit.

"Der Fußball steht für Integration, einem Dauerthema in unserer auch von Migranten geprägten Gesellschaft", sagt DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. "Dabei verfügt unser Integrationspreis über eine nicht nachlassende Aussagekraft. Der kleine Fußballverein ist doch der Ort, wo man sich trifft, auch über Sprachbarrieren oder kulturelle Unterschiede hinweg."

Oliver Bierhoff sagt: "Fußball ist ein starker Motor der Integration. Unsere Nationalmannschaft lebt vor, wie Menschen unterschiedlicher Herkunft kreativ und erfolgreich zusammenspielen". Der Manager der Nationalmannschaft ist Schirmherr des Preises.

Staatsministerin Aydan Özoguz, die Leiterin des Global Diversity Office der Daimler AG, Ursula Schwarzenbart, die DFB-Integrationsbeauftragte Gül Keskinler und Burkhard Jungkamp vom Bundes-Bildungsministerium sind ebenfalls Mitglieder der Jury, die unter Niersbachs Vorsitz in Frankfurt tagte.

Folgende drei Fußballvereine sind für den Preis nominiert: 1. FC Borussia Dröschede, FC Halle-Neustadt SV und Türkgücü Kassel.

2013 haben sich insgesamt 215 Bewerber beim DFB gemeldet, darunter 130 Vereine, 32 Schulen und 53 Institutionen. Seit Beginn der Preisvergabe im Jahr 2007 sind damit 1403 Bewerbungen beim DFB eingegangen.

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