Das Who is Who der internationalen Fußballtrainer tagte in Fulda

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Fortbildung der Fußballtrainer-Elite in Fulda. Von Flick über Daum und Stepi bis hin zu Sebastian Kehl nahezu jede Fußballer-Legende vertreten.

Fulda. Das "Who is Who" der Fußballtrainer aus Europa und Übersee hielt sich dieser Tage in Fulda auf.  Schwerpunkt des  "Internationalen Trainerkongresses" (ITK) war die Nachbereitung  der gerade einmal 14 Tage zurückliegenden EM in Frankreich mit dem Titelgewinn Portugals. Aber auch die praktische und taktische Arbeit im Stadion "Johannisau" stand neben der Vermittlung theoretischer Inhalte auf dem Programm der 800 Elitetrainer und -Ausbilder mit deutscher A-Lizenz und UEFA-Pro-Lizenz aus 30 Ländern, die der "Bund Deutscher Fußball-Lehrer" zur mittlerweile 59. Auflage des "ITK" ins "Esperanto" eingeladen hatte. Darunter waren solche "Trainerlegenden" und "Kultfiguren" wie Christoph  Daum und Dragoslav "Stepi" Stepanovic, die breite Palette wurde zudem um männliche und weibliche "Fußballgrößen" wie Hansi Flick, Otto Pfister, Horst Heldt, Michael Frontzeck, Benno Möhlmann, Armin Veh,  Andreas Rettig, Ralf Rangnick und Anouschka Bernhard  aufgewertet.

Bernd Stöber, Leiter der "DFB"-Trainerausbildung, hielt die Analyse zur EM 2016. Otto Pfister berichtete von seinen unzähligen Trainerstationen vornehmlich im außereuropäischen Ausland. Horst Heldt rechnete in einem schonungslosen Rundumschlag  mit dem gescheiterten Stuttgarter Trainer Alexander Zorniger ab – um sich anschließend gleich bei diesem für seine kritischen Worte zu entschuldigen. Schiri-Chef Herbert Fandel monierte das Zeitspiel der Torhüter, die viel zu geringen Nachspielzeiten in der deutschen Bundesliga (sinngemäß: "In England geht unter sieben Minuten nix") und machte sich Gedanken  über die unterschiedlichen Mentalitäten der Trainer in den Coaching-Zonen. Chris-toph Daum leitete  – energisch wie in alten Zeiten – das Training in der "Johannisau" und verkündete dabei seine Ernennung zum Nationaltrainer Rumäniens. Sein Credo: Starke Pässe spielen und – innerhalb  von maximal zwölf Sekunden – den Spielzug durchziehen. "Stepi" stellte das elektronische Spielerdatenerfassungssystem vor, das unlängst Frank Ribery in einem Testspiel unter seinem zerrissenen Bayern-Leibchen trug. Einig war man sich im Prinzip darüber, dass zu langer Ballbesitz mitunter ermüdend für die Zuschauer anzusehen und ineffektiv hinsichtlich der Torquote sei.

"Lokalmatador" Sebastian Kehl regte in einer Podiumsdiskussion an, für jeden Mannschaftsbereich spezielle Trainer einzustellen.

Die Trainertagung wurde von "BDFL"-Vizepräsident Manfred Schaub aus Baunatal geleitet. Alle Teilnehmer lobten das tolle Ambiente im "Esperanto", die Gastfreundschaft in Fulda sowie den professionellen Ablauf der Veranstaltung in der "Osthessen-Metropole".

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