Jasmin Corso strampelt in digitaler Rennserie

„Am kommenden Wochenende werde ich mich noch besser vorbereiten und werde bis dahin mir einige Eigenarten des virtuellen Radfahrens im Detail anschauen“, sagt Jasmin Corso von der ZG Kassel. „Dann hoffe ich, dass wir mit dem gesamten Team noch besser abschneiden.“ Foto: Privat
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„Am kommenden Wochenende werde ich mich noch besser vorbereiten und werde bis dahin mir einige Eigenarten des virtuellen Radfahrens im Detail anschauen“, sagt Jasmin Corso von der ZG Kassel. „Dann hoffe ich, dass wir mit dem gesamten Team noch besser abschneiden.“ Foto: Privat

Auf der Straße dürfen keinen Radrennen stattfinden - im heimischen Wohnzimmer jedoch schon: Und so strampeln 53 Frauen aus ganz Deutschland beim digitalen Ersatz der Rad-Bundesliga mit. Darunter auch die Fahrerin der ZG Kassel.

Radsport. Bei der Auftaktveranstaltung der „GCA-Liga by BDR & Müller – die lila Logistik““, der digitalen Rennserie auf der Plattform Zwift, erwischte Jasmin Corso von der Zweirad-Gemeinschaft Kassel im Trikot der „Wheel Divas“ einen guten Start. Nach einer harten Stunde Arbeit auf dem Rollentrainer erreichte sie Platz 26 von 53 gestarteten Fahrerinnen, als beste ihres Teams.

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Nachdem die Radbundesliga bis auf weiteres ausfallen muss, hat der Bund Deutscher Radfahrer – BDR – gemeinsam mit dem Bundesliga-Hauptsponsor „Müller – Die lila Logistik“eine virtuelle Rennserie über 5 Rennen auf der Plattform „Zwift“ ins Leben gerufen. Und mit gleich 53 ambitionierten Frauen aus verschiedensten Teams war bereits der Auftakt ein großer Erfolg.

„Es ist ein vollkommen anderes Rennen zu Hause auf dem Trainer und vor dem Monitor, als unter realen Bedingungen“, erklärt Jasmin Corso von der ZG Kassel, die in diesem Jahr ihr Bundesliga-Debüt beim Berliner Frauen-Team der „Wheel Divas“ gibt. „Im Prinzip sind das vollkommen andere Regeln, an die man sich anpassen muss, wenn man vorne dabei sein will. Das geht schon beim Windschattenfahren los. Während man normalerweise genau erkennen kann, welches Hinterrad wie viel Erleichterung durch den Windschatten bringt, wird er hier von der App berechnet. Das kann dann auch dazu führen, dass unerwartet eine Lücke aufgeht, wenn man kurz nachlässt; die ist dann nur schwer zu schließen. Das System meldet „Push“, also noch mal Druck auf das Pedal bringen, und macht man dies, dann kann es auch zu viel sein und nach wenigen Sekunden findet man sich genau so unerwartet an der Spitze des Feldes wieder.“

Ein virtuelles Rennen also, das vollkommen andere Anforderungen stellt. Es gibt Punkte, die man selbst beeinflussen kann wie einen großen Ventilator für das Raumklima, einen modernen, smarten Rollentrainer, der schnell reagiert sowie eine ebenso gute Internet-Verbindung. Und es gibt vom System gefordertes richtiges Handeln wie eine dauerhafte und dosierte Leistung, das Nutzen von im Rennen erhältlichen „Power-ups*“ und einem viel früher anzufahrenden Sprint. Fährt man diesen wie unter freiem Himmel, sind alle anderen schon längst im Ziel.

* Wie bei Jump and Run Spielen können die Fahrer*innen vorübergehende Boostings für mehr Tempo bei weniger Energieaufwand sammeln und einsetzen.

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