Wer ist der junge Wunder-Kicker der Löwen?

Fußball.  Reift hier eine ganz große Fußball-Hoffnung heran? Benjamin Trümner, 17 Jahre alter Flügelflitzer der Löwen, sorgt zurzeit beim KSV

Fußball.  Reift hier eine ganz große Fußball-Hoffnung heran? Benjamin Trümner, 17 Jahre alter Flügelflitzer der Löwen, sorgt zurzeit beim KSV Hessen Kassel für mächtig Wirbel. Nicht etwa wegen seiner zahlreichen Tore, auch nicht, weil er bei der ersten Mannschaft mit präzisen  Flanken glänzt:  Trümner hat tatsächlich noch kein Spiel für die erste Mannschaft bestritten. Aber: Er zeigt bei der U19 des KSV was er drauf hat, spielte unter Trainer Horst Hrubesch schon ein U18-Länderspiel und ist begehrt auf dem Transfermarkt, wie kaum ein Spieler seines Jahrgangs.

Vorbereitung trotz Schule

"Ich kann schon sagen, dass ich zur Zeit ganz zufrieden bin", muss der Schwälmer zugeben. "Irgendwie scheint die Leistung, die ich bringe, die Leute zu interessieren." Zunächst interessierte sich vor allem KSV-Trainer Uwe Wolf für ihn. "Ich hatte ihn schon eine Weile im Auge. Leider konnte ich ihn wegen der Verbandsbestimmungen nicht in die erste Mannschaft holen", so Wolf am Rande des Hallenturniers am Wochenende in der Eissporthalle. Doch bereits in den Herbstferien trainierte Trümner unter Wolf mit der ersten Mannschaft, wird auch jetzt die Vorbereitung mitspielen – so lange es die Schule zulässt: "Wir müssen da sehr behutsam sein", erklärt Wolf.

Aber ob es dort, wo Trümner hin möchte, auch so behutsam zugeht? Profi-Fußballer werden ist noch immer der Traum des 17-Jährigen, und die Chancen stehen gut, dass es klappt. Ganz aktuell waberte das Gerücht durch die Medien, Eintracht Frankfurt sei an dem Talent interessiert. Trümner war vor Ort, sagt aber deutlich: "Ein Vertrag ist noch längst nicht unterschrieben."

Von Schalke bis Mainz

Vielleicht auch deshalb nicht, weil die Eintracht nicht der einzige hochklassige Verein ist, der Trümner holen will: Schalke und Dortmund, Hoffenheim, Freiburg und Mainz machten sich für den beidfüßigen Flügelspieler stark, schickten ihre Cheftrainer zu Gesprächen mit dem Nordhessen. Spielerberater und Agenten rufen das Talent an, "wenn ich die Nummer nicht kenne, gehe ich in der Regel schon gar nicht mehr dran." Bei all dem Trubel ist der Teenager froh, in seiner Familie und bei seiner Freundin einen starken Rückhalt zu haben. "Auch wenn ich irgendwann mal in Loch fallen sollte – ich weiß, da ist dann jemand. Angst davor habe ich nicht." Genausowenig wie vor der Zukunft. Denn wenn er sich weiter entwickelt, kann er ein ganz Großer werden. "Dazu mache ich nun den nächsten Schritt. Aber ab Sommer wohl eher nicht mehr in Kassel..."

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