Kart-Slalom in Ziegenhain: AMSG-Piloten geben Gas

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Auf dem Rohde-Parkplatz in Ziegenhain riecht es nach Benzin und Gummi, wenn die Kart-Piloten der AMSG Schwalmstadt-Frielendorf über den Asphalt rasen.

Ziegenhain. Es ist Samstagvormittag. Die Luft flirrt über dem heißen Asphalt. Motoren dröhnen. Es riecht nach Benzin und Gummi auf dem Ziegenhainer Rohde-Parkplatz. Die Kart-Fahrer der Automobil- und Motorsportgemeinschaft Schwalmstadt Frielendorf (AMSG) treffen sich hier zum wöchentlichen Slalom-Training. 17 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 16 Jahren düsen durch einen eng abgesteckten Parcours.

Der jüngste unter ihnen ist Julian Hellwig. Der Siebenjährige schwärmt vom Reiz der vier Räder und dem geschickten Lenken durch die Pylonen. Der Kart-Youngster bringt es auf den Punkt: "Das Fahren macht einfach Spaß." Daran lässt der Jung-Pilot auch keinen Zweifel. Von Abtasten oder Zurückhaltung ist keine Spur. Julian rast mit etwa 30 bis 50 Kilometern pro Stunde über den Asphalt, steuert souverän durch jede noch so enge Kurve. Motorsport ist aber schon längst keine reine Männerdomäne mehr.

Die AMSG zählt 180 Mitglieder, darunter viele Frauen und Mädchen. Und die fahren nicht schlechter als die Jungs. So räumt unter anderem Marie Hellmann mit dem völlig veralteten Klischee auf. Die Neunjährige ist jüngste Fahrerin im Verein. Seit zweieinhalb Jahren startet sie regelmäßig den Honda-Motor ihres Karts. 200 Kubikzentimeter und 6,5 Pferdestärken pressen sie tief in ihren Sitz. Dann beginnt der Nervenkitzel. "Es macht mir Spaß auf Zeit zu fahren", sagt sie. Marie entstammt einer rennsportbegeisterten Familie. Das Piloten-Gen wurde ihr schon in die Wiege gelegt.

Verkehrserziehung

Fern ab der Strecke erklärt Vereinsvorsitzender Michael Hinz den Leitfaden der AMSG: "Was wir machen, ist Verkehrserziehung. Außerdem fördern wir die Konzentrationsfähigkeit der Fahrer. Dabei handelt es sich nicht um Motorsport an sich. Wir führen unsere Fahrer allenfalls an den Motorsport heran."

Sicherheit geht vor

Für jedes Training und jeden Wettbewerb gilt die Regel "Sicherheit geht vor". Ehe sich die AMSG-Piloten in ihre Karts setzen dürfen, müssen sie sich ordnungsgemäß ausrüsten. Ob Helm, Sicherheits-Handschuhe und feuerfester Overall gut sitzen, überprüfen die Betreuer und Trainingsleiter – meist Eltern der Fahrer. "Ohne die geht’s nicht", sagt Torsten Wehowsky, stellvertretender Jugendleiter und Vater von Pilotin Anna-Katharina. Die gute Zusammenarbeit im Verein spiegelt sich schließlich in den Erfolgen der Fahrer wider. So wurde Marcel Schminke 2014 Deutscher Vize-Mannschaftsmeister im Kart-Slalom. Anna-Katharina Wehowsky feierte vor zwei Jahren ihren Sieg in der Hessen-Thüringen-Meisterschaft. Zudem stellte die AMSG schon mehrfach den Nordhessenmeister im Kart-Slalom. Wer mehr über den Verein wissen möchte, erhält Infos auf amsg-schwalmstadt-frielendorf.de

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