Logenplatz am Himmel

Knzell. Bei einem Blick in den strahlend blauen Himmel lsst sich ein besonders, aber fr Knzell nicht seltenes Ereignis beobach

Knzell. Bei einem Blick in den strahlend blauen Himmel lsst sich ein besonders, aber fr Knzell nicht seltenes Ereignis beobachten : ein bunter Heiluftballon, der gemchlich ber die schne Landschaft zieht.

Was nur wenige wissen : Am Himmel ber Fulda fahren zumeist die Luftfahrzeuge der Freiballon-Sportfreunde-Knzell. 1992 haben sieben Knzeller Ballonfreunde ihren Traum,die grenzenlose Freiheit des Himmels zu genieen, Wirklichkeit werden lassen und den Verein fr Hobbyballonfahrer mit einem Ballon gegrndet. Mit vier Heiluftballons und drei ausgebildeten Piloten knnen sich nicht nur die 25 Vereinsmitglieder bei 60 Ballonfahrten im Jahr einen Logenplatz am Himmel sichern.

Unser Verein ist auf Sponsoring und Passagierfahrten angewiesen, gibt derVereinsvorsitzende Elmar Schuster zu verstehen, der selbst als Pilot Gastfahrern die schne Kuppenlandschaft der Rhn aus einer anderen Perspektive zeigt. Denn ein insgesamt 22 Meter hoher Ballon inklusive Technik kostet etwas 50.000 Euro.

Die Hobbyballonfahrer haben eine groe Identifikation mit der Heimatgemeinde Knzell und geben deshalb heimischen Firmen die Mglichkeit, sich auf den Ballonhllen zu verewigen.

In puncto Ballonfahrt sei noch einiges an Aufklrungsarbeit zu leisten. Ballonfahrer mssen nicht frieren, widerlegt Schuster ein herrschendes Vorurteil. Die Luft in der Hlle aus rissfestem Nylon werde auf etwa 100 Grad erhitzt. Dadurch werde die Luft im Ballon leichter, und das Sportgert fahre der Sonne entgegen. Dieses Prinzip erklre auch, warum ein Ballon nicht fliegt, sondern fhrt. Durch die leichteren Luftmassen in der Hlle habe der Ballon einen aerostatischen Auftrieb und bewege sich immer parallel zum Wind, seine Vorwrtsbewegung ist den Luftstrmungen berlassen. Im Prinzip ist der Ballon ein nicht steuerbares Luftgert, erklrt der Vereinsvorsitzende.

ber Zuheizen knne man den Ballon jedoch zum Sinken oder Steigen bringen, bis er eine Luftschicht erreicht, die das Sportgert in die gewnschte Richtung trgt. Hilfreich ist dabei die technischen Gerte, die im Ballonkorb angebracht sind, der Raum fr den Piloten und drei Passagiere bietet (0,3 Quadratmeter pro Person ). Mit an Bord ist neben einem Funkgert und einem Variometer natrlich auch ein GPS.

Schlielich kann der Heiluftballon keine Kurve zum Startplatz zurckfliegen, der Pilot muss einen geeigneten Landeplatz suchen, von dem er aufgelesen wird. Dies bernimmt ein Helfer, der mit einem Begleitfahrzeug dem Ballon folgt und nach der Landung die Ballonhlle samt Korb aus Weidengeflecht wieder aufnimmt.

Die Ballonfahrt ist also nicht nur Entspannung in 1300 Metern bei rund 16 Kilometern pro Stunde, sondern auch Anstrengung und schon vor dem Start harte Arbeit. Zur Vorbereitung bentigt der Pilot einige Helfer, dabei werden auch Passagiere in die Vorbereitungsarbeiten einbezogen. Der Korb muss samt Technik bereitgestellt, die noch schlaffe Hlle angehngt und mit Hilfe von Geblse und Brenner in Form einer prall gefllten Kugel gebracht werden.

brigens, zum Ballonfahren muss man nicht schwindelfrei sein, denn bei dem Blick aus dem Luftgert sieht man nur Landschaft. Dabei fehlen die fallenden Linien ( etwa bei einem Blick von einem Hochhaus ), die erst die Realisation und damit das Schwindelgefhl erzeugen.

Ballonfahren ist vor allem ein Teamsport und macht in der Gruppe sehr viel Spa, erklrt Schuster das besondere Gemeinschaftsgefhl der Freiballon-Sportfreunde, wir knnen immer geschickte Hnde gebrauchen.

Eine gute Gelegenheit sich ber diese tolle Sportart zu informieren, ist unser Event am 29./30.06./01.07.2007 zum 15. Geburtstag der Ballon-Sportfreunde-Knzell. Info : Einmal abheben, schweben, Luftfahren erleben, kostet 170,- Euro. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ballon-kuenzell.de oder unter Telefon ( 0661 ) 9339815 .

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