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Marc Unger gewinnt Ironman - jetzt geht es zur Weltmeisterschaft

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Von: Aylin Landzettel

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Der Schwälmer Marc Unger ist Europameister der Amateure. Damit hat er sich für die Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifiziert.

Schwalmstadt. Es ist Anfang Juli. Die Hitze ist unerträglich. Die Meisten meiden die Sonne oder kühlen sich im Freibad ab. Marc Unger aus Schwalmstadt aber tritt in die Pedale, will sein Tempo halten, sogar noch etwas schneller werden. Es ist sein zweiter Ironman-Start in Frankfurt.

Vier Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Fahrrad und 42 Kilometer Laufen. Die hohen Temperaturen setzen dem Triathleten zu. "Ich habe gleich gemerkt, dass ich keinen guten Rhythmus habe", sagt der 27-Jährige. Trotzdem kämpft der Ausnahmesportler bis zum Schluss. Sein Ehrgeiz wird belohnt: Er wird Europameister der Amateure und qualifiziert sich für die Ironman Weltmeisterschaft in Hawaii.

Viel Zeit bleibt ihm nicht seinen Erfolg zu feiern und Kraft zu tanken. Schon im August wartet der nächste Wettbewerb: Der Ironman 70.3 in Wiesbaden. Gleiche Disziplinen, aber nur die halbe Distanz. Bei dem Wettkampf könne er sehen, wo er in seiner Leistung stehe, sagt  der Triathlet.

Sein Ziel ist der Weltmeister-Titel

Am 10. Oktober startet dann der sportliche Jahres-Höhepunkt: Die Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii . Bereits zehn Tage vorher wird Unger auf die Insel fliegen. So könne er sich an das Wetter gewöhnen und an die Zeitverschiebung. Sein Ziel ist klar: Er will Weltmeister der Amateure werden. Seine Erfahrungen ermutigen ihn. Durch die Teilnahme an vielen Wettkämpfen kann er mit unterschiedlichen Situationen umgehen und weiß, wie er sich motivieren kann. "Ich setze mir Zwischenziele und konzentriere mich bewusst auf sie", erklärt Unger. Auch wenn ihn einer überholt, zieht er daraus Vorteile. "Ich versuche dann dran zu bleiben." Außerdem könne er davon ausgehen, dass es dem Teilnehmer vor ihm auch irgendwann schwerer fallen wird, das Tempo durchzuhalten. Dann greift Unger wieder an.

Für sein Ziel trainiert er täglich. Mal eine Stunde, ein anderes Mal sieben. Auch seine Ernährung passt er seinem Trainingsstand an. "Ich weiß, was ich essen darf", sagt Unger. Deshalb sei es auch nicht schwer darauf zu achten. "Man kann auch mal eine Pizza essen. Es darf nur nicht jeden Tag sein."

Bei den Wettkämpfen ist immer seine Freundin Dorothee dabei. Ihre Unterstützung gibt dem Sportler Kraft. Genau wie seine Eltern, die ihm den Rücken freihalten. "Die müssen ab und zu mein Fahrrad von der Reparatur abholen, wenn ich arbeite."Nach Hawaii wartet erst einmal eine vier-wöchige Pause auf den Sportler. Trotzdem hat er bereits ein großes Ziel für nächstes Jahr: Er will Profi werden. Den Ehrgeiz entwickeln immer besser zu werden spornt ihn an. Außerdem mag er es, sich mit anderen zu messen und neue Herausforderungen anzunehmen.

Doch jetzt liegt der Fokus auf diesem Jahr. Die Weltmeisterschaft in Hawaii zu gewinnen wäre der krönende Abschluss eines erfolgreichen Jahres.

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