Margaretha Hölldobler-Heumüller plädiert für einen umfassenden Trinkwasserschutz

Fulda. Ich begre die Informationspolitik der Gas- und Wasserversorgung Fulda (GWV) und von Herrn Szepanek. Er hat von sich aus das

Fulda. Ich begre die Informationspolitik der Gas- und Wasserversorgung Fulda (GWV) und von Herrn Szepanek. Er hat von sich aus das Fuldaer Trinkwasser analysieren lassen und die erhhten Werte zeitnah der ffentlichkeit mitgeteilt, kommentiert die Landtagsabgeordnete Margaretha Hlldobler-Heumller von BNDNIS 90/DIE GRNEN die aktuellen Ereignisse.

In elf Trinkwasser-Brunnen wurden erhhte Werte eines Abbauproduktes des Unkrautvernichtungsmittels Chloridazon festgestellt. Es zeigt sich wieder einmal, dass man bei der Frage der Lebensmittelsicherheit nur das findet, was man sucht. Auch wenn der Wert unterhalb des willkrlich festgelegten Grenzwertes liegt und das Mittel angeblich seit Jahrzehnten in der Landwirtschaft keine Rolle mehr spielt, beruhigt mich das keineswegs. Im Gegenteil es ist eher besorgniserregend zeigt es doch, dass Belastungen im Grundwasser enorme Langzeitwirkungen haben. Wann und in welcher Konzentration sie auftreten, darber wei man zum Zeitpunkt der Nutzung viel zu wenig, erklrt Hlldobler-Heumller. Gefunden werden bei Analysen die Stoffe, nach denen gesucht werde und fr die es berhaupt Analysetechniken gebe. Die deutsche Trinkwasserverordnung she zurzeit nur die Prfung von 33 Inhaltstoffen im Trinkwasser vor. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wrde dagegen mehr 200 Stoffe prfen. Es befnden sich also weit mehr Stoffe in unserem Wasser als dort hineingehren und von deren Existenz man nicht wisse, weil nicht danach gesucht werde. Bei der Vielzahl der eingesetzten chemischen Stoffe lge dies auf der Hand abgesehen davon, dass Wechselwirkungen und Wirkungsverstrkungen innerhalb verschiedener Stoffe oftmals unbekannt seien.

Die GRNE Landtagsabgeordnete ergnzt: Bei Trinkwasserkontrollen werden beispielsweise Medikamentenrckstnde und Hormone uerst selten untersucht. Klar ist, sie sind vorhanden und nach Aussagen des Bundesumweltamtes gibt es Erkenntnisse, die darauf hindeuten, dass Hormone im Wasser die Geschlechtsausbildung bei Fischen verndert. Keine potentiell gesundheitsgefhrdende Stoffe in den Naturkreislauf einbringen das ist die einzige Sicherheit, die wir tatschlich haben, und das ist das Prinzip der Nachhaltigkeit. Kostbare Ressourcen mssen erhalten werden. Wann werden wir alle endlich verstehen, dass biologische und nachhaltige Landwirtschaft unsere Lebensmittel- und unsere Wasserversorgung fr die nchsten Jahrzehnte schtzt und sichert?

Die Belastung der Luft ist momentan in aller Munde, darber darf der Schutz des Trinkwassers nicht vergessen werden, so Hlldobler-Heumller abschlieend.

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