Mein Ziel: Nachhaltigkeit!

Fußball. Der KSV Hessen Kassel hat seit 1. Januar einen neuen Geschäftsführer: Giuseppe Lepore (37) hat den Auftrag, die Löwen professionell

Fußball. Der KSV Hessen Kassel hat seit 1. Januar einen neuen Geschäftsführer: Giuseppe Lepore (37) hat den Auftrag, die Löwen professionell in den Profisport zu führen. Im EXTRA TIP-Redaktionsgespräch stellt er sich vor und verrät, dass er kein bequemer Boss sein wird.EXTRA TIP: Herr Lepore, sind Sie gut in Kassel angekommen und wie sieht zur Zeit Ihre Arbeit aus?Giuseppe Lepore: Ich habe eine Wohnung in Wehlheiden gefunden, nicht weit vom Stadion, das war mir wichtig. Ansonsten führe ich derzeit sehr viele Gespräche, es laufen erste Sitzungen.

ET: Und welchen Eindruck haben Sie von den Löwen bisher gewinnen können?G.L.: Ich bin schon jetzt begeistert, wie professionell es hier  läuft. Mit Mirko Dickhaut habe ich gesprochen –  da glaube ich, arbeitet der richtige Mann an der richtigen Stelle. Auch die Aufbereitung aller finanziellen Zahlen hat mich positiv beeindruckt.

ET: Also alles super?G.L.: Zur Zeit untersuche ich die Ist-Situation. Aber ich mache mir – das ist ja mein Job – Gedanken über die Zukunft. Und ich denke, es gibt noch einiges Potential, das nicht richtig abgerufen worden ist.

ET: Zum Beispiel?G.L.: Im Umkreis von 120 Kilometern gibt es keinen anderen Fußball-Profiverein dieser Spielklasse. Bei einer Stadt mit 200.000 Einwohnern sind mir die ungefähr 1000 KSV-Mitglieder zu wenig.

ET: Wird das eine Ihrer Hauptaufgaben sein, Mitglieder zu werben?G.L.: Hauptsächlich werde ich sehen, wie die Vermarktung des Vereins laufen kann. Zwar hat der KSV mit Joe Gibbs ja schon einen Dienstleister, trotzdem habe ich auch eigene Vorstellungen. Da werden wir uns abstimmen. Auch will ich versuchen, die Region nachhaltig zu mobilisieren. Auf Sponsorenjagd gehe ich aber nicht selbst.

ET: Bringen sie Ideen aus ihrer Zeit beim Karlsruher SC mit, wo Sie ähnliche Aufgaben gemeistert haben?G.L.: Ja. So manche Idee kann man auch hier umsetzen. Das Ziel muss sein, Nachhaltigkeit und Vertrauen zu schaffen und eine Veränderung der Strukturen.

ET: Was sagen sie zum Vorwurf, dass Ihr Gehalt besser in die Mannschaft investiert worden wäre?G.L.: Solche Gedanken gibt es von Real Madrid bis zum Dorfverein. Doch mit den Zielen, die der KSV hat, muss er auch professionell aufgestellt sein. Das Gerüst muss aufgebaut werden für die Aufgaben der Zukunft.

ET: Und wenn’s nicht läuft?G.L.: Ich will immer das Bestmögliche für den Verein – davon lasse ich mich nicht abbringen. Und wenn ich immer alles zur Zufriedenheit aller  machen würde, wäre ich fehl am Platz.

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