Playoff Serie: Lauterbacher Luchse gegen Haie

Einen Auftakt nach Maß erwischten die Lauterbacher Luchse im ersten Spiel der „best of three“ Playoff Serie gegen die Haie aus Köln.

Lauterbach. Einen Auftakt nach Maß erwischten die Lauterbacher Luchse im ersten Spiel der "best of three" Playoff Serie gegen die Haie aus Köln. Nach vierzig gespielten Minuten, führten die Gastgeber souverän mit 5:1 und Köln machte bis dahin nicht den Eindruck, als könnten sie den Luchsen an diesem Abend noch gefährlich werden. Doch am Ende stand das Lauterbacher Eishockeyteam mit leeren Händen da.

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen den Luchsen und den Haien. Beide Teams agierten mit offenem Visier und versuchten mit den ersten Angriffen, die frühe Führung zu erzielen. Jedoch scheiterten alle Versuche zunächst an den starken Goalies der beiden Teams und einer guten Abwehrleistung sowohl bei den Luchsen, als auch bei den Haien. Allerdings hatten die Luchse zu diesem Zeitpunkt deutlich mehr vom Spiel und wurden mit der1:0 Führung durch Jens Feuerfeil für ihre Angriffsbemühungen belohnt. Auf Zuspiel von Miro Hantak, brachte der Center der ersten Reihe, sein Team in der 9. Spielminute verdient in Führung. Die Führung hielt jedoch nicht allzu lange. In der 12. Spielminute schafften die Haie den zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden 1:1 Ausgleich. Ein abgefälschter Schuss fand den Weg ins Tor der Luchse. Doch schien der Treffer den Luchse nicht sonderlich Schaden zugefügt zu haben. Mit weiterhin gutem Offensivspiel, machten sie nun deutlich mehr Druck auf das Kölner Gehäuse, ohne zunächst weitere Treffer bejubeln zu können. Das beim Eishockey aber alles möglich ist, zeigten die Luchse dann kurz vor der ersten Drittelpause. Innerhalb von 27 Sekunden, machten Manuel Six und Benni Schulz aus dem Unentschieden, eine 3:1 Führung.

Auch in Drittel zwei sollte sich am Spielverlauf nicht viel ändern. Die Luchse wirkten frischer und spritziger. Die Zweikämpfe wurden gewonnen und die Passwege der Haie zugemacht. So dauerte es auch nur knapp drei Minuten im zweiten Drittel, ehe erneut die Tormusik durch den Steinigsgrund hallte. Auf Zuspiel von Niels Hilgenberg, erhöhte erneut Stürmer Benni Schulz auf 4:1 für sein Team. Köln versuchte zwar weiterhin das Spiel ausgeglichen zu gestalten, doch zeigte die Abwehr der Luchse bis dahin kaum schwächen. Selbst bei einer 5 gegen 3 Überzahl, konnten die Haie die Luchse nicht wirklich in Bedrängnis bringen und aus dem Vorteil Kapital schlagen. Besser machten es da die Luchse, die eine der wenigen Überzahlchancen nutzten, um auf 5:1 zu erhöhen. Constantin Schneider lenkte in der 35. Spielminute einen Schuss von Verteidiger Hilgenberg unhaltbar ab. Bis dahin lief alles nach Plan und die Luchse sahen nach vierzig gespielten Minuten wie der sichere Sieger aus.

Doch dann kam das letzte Drittel. Aus Sicht der Gastgeber und der rund 750 Zuschauer in der Lauterbacher EissportArena, ein Drittel zum vergessen. Innerhalb von nur sechs Minuten, machten die Haie aus einem 1:5 Rückstand ein 5:5 und versetzten die Luchse und deren Fans gleichermaßen in einen Schockzustand. Was nach den beiden guten ersten Dritteln der Luchse nicht mehr für möglich schien, ist aus unerklärlichen Gründen eingetreten. Auch der Versuch von Coach Roger Nicholas, die letzten zehn Minuten nur noch mit zwei Reihen zu agieren, brachte nicht den gewünschten und schon so sicher geglaubten Erfolg. Es sollte sogar noch schlimmer kommen für die Luchse. Fünf Minuten vor Schluss, markierten die Haie das 6:5 und raubten damit sämtliche Hoffnungen auf einen Sieg der Luchse. Nach dem Spiel herrschte unter den Spielern nur noch Rat- und Fassungslosigkeit.

So bitter dieser Abend für die Luchse, und die zahlreichen Zuschauer auch endete, ist für die Luchse das Weiterkommen noch möglich. Mit einem Sieg gegen die Haie am kommenden Samstag in Köln, würde man sich das Heimrecht zurückholen und würde dann am kommenden Sonntag, die Haie zum entscheidenden dritten Spiel in Lauterbach erwarten.

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