Regionale Palliativversorgung

Fulda. Wenn sich unheilbar Kranke wnschen, zu Hause zu sterben, so sollten sie auch in unserem Vogelsbergkreis eine Mgl

Fulda. Wenn sich unheilbar Kranke wnschen, zu Hause zu sterben, so sollten sie auch in unserem Vogelsbergkreis eine Mglichkeit hierzu vorfinden. Diese Auffassung vertritt Renate Meudt, Leiterin des Kreisgesundheitsamts. Es sollte das gemeinsame Ziel sein, dass es keine Versorgungslcken im Vogelsbergkreis gibt. Meudt hatte die Initiative ergriffen und ber 100 Fachleute in die Lauterbacher Sparkassen-Aula eingeladen. Smtliche Pflegedienste und Altenheime waren vertreten, darber hinaus viele Hausrzte und weitere Fachleute.Auf dem Podium informierten Palliativmediziner aus vier Kliniken ber Methoden, die Versorgung Schwerstkranker sicher zu stellen. Die Zusammenkunft kam auch auf Bitten von Familiendezernentin Sylke Emmermann und des lokalen Bndnisses fr Familie zustande. Palliative Behandlung oder Betreuung von Schwerstkranken oft Krebskranken bedeutet eine lindernde Behandlung im Gegensatz zur kurativen (heilenden) Behandlung. Renate Meudt freut sich ber das Ergebnis: in den kommenden Monaten soll erreicht werden, dass sich bei entsprechendem Bedarf alle ambulanten Pflegedienste und alle stationren Alten- und Pflegeheime regional an eines der drei Krankenhuser im Kreis wenden knnen. Im Sden das Kreiskrankenhaus des Wetteraukreises in Schotten, in der Mitte das Medizinische Zentrum Eichhof in Lauterbach und im Norden das Kreiskrankenhaus in Alsfeld. Ansprechpartner dort sind die Palliativmediziner Professor Dr. Martin Graubner (Kreiskrankenhaus Schotten), Dr. Norbert Sehn (Eichhof Lauterbach) und Dr. Martin Bhm (Kreiskrankenhaus Alsfeld).Die Leiterin des Gesundheitsamtes berichtete nach der Veranstaltung dem fr das Gesundheitswesen zustndigen Dezernenten, Landrat Rudolf Marx, und der Familiendezernentin Sylke Emmermann ber das Ergebnis. Marx und Emmermann zeigten sich erfreut ber die Initiative der Gesundheitsamtsleiterin und wrdigten gemeinsam die schon bisherigen groen Anstrengungen von Medizinern vor allem auch Hausrzten und von Seelsorgern, Sozialarbeitern und Pflegekrften. Meudt hatte in ihren Begrungsworten deutlich gemacht, Palliativversorgung gehe ber bloe medizinische Kategorien weit hinaus. Die Begleitung msse sowohl medizinisch, als auch psychosozial, organisatorisch, pflegerisch und auch spirituell bestmglich angelegt sein.Professor Dr. Ulf Sibelius (Universittsklinikum Gieen) berichtete vom dortigen Palliativnetzwerk. Durch die organisierte integrierte Versorgung sei es in der Region Gieen/Marburg gelungen, dass nun erheblich mehr Patienten, die dies wnschten, zu Hause versorgt werden und dort versterben knnten. Der Palliativmediziner Thomas Sitte schilderte die Vorgehensweisen des Schmerz- und Palliativzentrums Fulda und machte seine Erfahrung deutlich, dass nur eine fachliche Vernetzung eine zuverlssige Struktur biete. Professor Dr. Heinz-Gert Hffkes (Chefarzt der Onkologie am Stdtischen Klinikum Fulda) berichtete von seinen Erfahrungen in der Umsetzung der integrierten Versorgung im Landkreis Fulda. Die Versorgung setze immer eine Vereinbarung von Krankenhaus, Hausarzt und natrlich des Betroffenen selbst voraus. In Fulda sei ein Kriseninterventionsteam 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr im Einsatz. Dr. Martin Bhm, Chefarzt der Internistischen Abteilung und Palliativmediziner am Alsfelder Kreiskrankenhaus, informierte ber eine gute Zusammenarbeit mit dem Kreiskrankenhaus Bad Hersfeld zur Sicherstellung der Versorgung. Dr. Norbert Sehn, Chefarzt der Ansthesie und rztlicher Direktor des Medizinischen Zentrums Eichhof in Lauterbach, hob in seinem Vortrag die bedeutende Rolle der regionalen Krankenhuser hervor. Auch Dr. Sehn machte deutlich: Es geht vorrangig nicht um Medizin. Besondere Qualifikationen seien aber fr die Palliativbegleiter ntig. Es sei wichtig, gerade in der Mitte des Landkreises Lcken in der Versorgung zu schlieen. Natrlich seien auch die Krankenkassen aufgefordert, neue Lsungen entsprechend mit zu untersttzen. Ein auf die vorgesehenen drei Teilregionen ausgerichtetes weiteres Treffen wird das Gesundheitsamt im Mrz durchfhren.

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