KSV schmeißt Trainer raus!

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Kassel. Jörn Großkopf ist als Trainer des KSV beurlaubt worden - Nulle und Hoffe werden übernehmen!

Fußball. Regionalligist KSV Hessen Kassel hat seinen Trainer Jörn Großkopf beurlaubt. Das sagte der Übungsleiter Dienstagmittag dem EXTRA TIP am Telefon. "Ich bin gerade eben beurlaubt worden", teilte der erst vor dieser Saison zum Verein gewechselte Norddeutsche mit. Mehr wollte er zu diesem frühen Zeitpunkt nicht sagen.

Bitter: Noch gegen 13 Uhr hatte Dirk Lassen im Gespräch mit dem EXTRA TIP betont, dass er davon ausgehe, "dass Großkopf am Wochenende auf der Bank sitzen" würde. Innerhalb einer Stunde könne viel passieren, sagte dieser kurz nach der Entlassung auf erneute Nachfrage.

Kurz vor 15 Uhr bestätigte der Verein die Beurlaubung in einer Pressemitteilung: "Der KSV Hessen Kassel hat mit sofortiger Wirkung den Trainer der 1. Fußballmannschaft beurlaubt. Die Beurlaubung erfolgt aufgrund der sportlichen Erfolglosigkeit der Mannschaft in den letzten Wochen. Die Gremienmitglieder sehen aktuell mit Jörn Großkopf keine Anhaltspunkte für eine anhaltende sportliche Trendwende bei der 1. Mannschaft.

Nulle und Hoffmeister übernehmen bis zur Winterpause

Als Übergangslösung werden bis zur Winterpause Anfang Dezember der Co-Trainer Sven Hoffmeister und der Spieler Carsten Nulle gleichberechtigt die Betreuung der Mannschaft übernehmen. Es wird angestrebt, in der Winterpause eine Lösung zur dauerhaften Betreuung der Mannschaft zu erreichen.

Die Gremien bedanken sich bei Jörn Großkopf für seinen Einsatz und die gute Zusammenarbeit beim KSV Hessen. Sie wünschen Jörn Großkopf alles Gute für die weitere Zukunft.

+++Zwischenruf von Thomas Lange zur Entlassung Großkopf+++

So ist das Geschäft: Wenn die Mannschaft verliert, wird der Trainer entlassen. Ob es was hilft, kann man jetzt noch nicht sagen.

Aber es ist ein Zeichen des Vorstandes, der auf die sportliche Talfahrt reagiert. Großkopf wusste, auf was er sich einlässt: Den Meister zu übernehmen, der nur auf Grund dummer Regularien nicht in die dritte Liga aufsteigen durfte.

Einen Sparkurs mitzutragen in einem Verein, in dem Erfolglosigkeit einem schnell und gnadenlos von Außen vorgeworfen wird. In einem Umfeld zu arbeiten in dem vieles professionell sein soll, aber amateurhaft ist. Bleibt zu hoffen, dass das neue Duo Hoffmeister/Nulle die Kurve bekommt und den KSV vom Abstiegsplatz wegführt.Ihre Meinung: lange@ks.extratip.de

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