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Schnee-Fundament an der Mühlenkopfschanze

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Von: Ralf Feldmann

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Die Schneekanonen waren zwei Nächte im Einsatz. Foto: Skiclub Willingen
Die Schneekanonen waren zwei Nächte im Einsatz. Foto: Skiclub Willingen © Lokalo24.de

Schneekanonen haben in zwei Frostnächten bereits 500 Kubikmeter Kunstschnee produziert

Willingen. Der Start ist geglückt. "Alle Schneekanonen haben zuverlässig gearbeitet". Schanzenchef Wolfgang Schlüter vom Ski-Club Willingen ist mit der Ausbeute aus zwei Frostnächsten an der Mühlenkopfschanze vollauf zufrieden. "Mehr ging nicht." Insgesamt sind sieben Schneeerzeuger im Einsatz. Rund 500 Kubikmeter sind nach der Einschätzung Schlüters zusammen gekommen, die das Fundament für den FIS Skisprung Weltcup vom 8. bis 10. Januar und den FIS Continental Cup am 16. und 17. Januar 2016 bilden sollen.

Insgesamt werden rund 4000 Kubikmeter (das entspricht in etwa 400 Lkw-Ladungen) Schnee benötigt, um die Schanze komplett zu belegen. Jeden Kubikmeter "weiße Pracht", den der SC Willingen selbst produzieren kann und nicht dazu kaufen muss, ist bares Geld wert. "Die Kosten für die externe Schneeproduktion in Neuss, Bispingen oder Bremerhaven und der Transport sind deutlich teurer als unser eigener Schnee", berichtet SCW-Präsident und Weltcup OK-Chef Jürgen Hensel.

Deshalb hoffen die "Free Willis", wie die freiwilligen Helfer des SCW sich gern selbst nennen, auf weitere kalte Tage und Nächte in den kommenden Wochen. Zum Plan B gehört auch, dass bei Bedarf Schnee von der "IKK Classic Biathlon World Team Challenge 2015" auf Schalke zwischen den Jahren nach Willingen kommen könnte, falls er benötigt wird.

"Am kältesten war es unter dem Schanzentisch, da haben wir einmal minus 3,8 Grad gemessen", so Schlüter weiter. Ausdiesem Grund hat man sich auch spontan entschlossen, den dort postierten zwei Schneekanonen noch eine dritte zur Seite zu stellen. Im Auslauf der Weltcup-Anlage war es schon in der Nacht zum Dienstag ab 3 Uhr zu warm geworden. Im Laufe des Tages werden die Temperaturen voraussichtlich weiter ansteigen, so dass die Schneeproduktion erst einmal eine ungewollte Pause einlegen muss.

Doch der Anfang ist gemacht. Ab dem 6. Dezember könnte es nach der Großwetterlage eventuell wieder kalt genug werden, bis dahin sind Temperaturen zwischen einem und fünf Grad vorausgesagt. Je frostiger es an der Mühlenkopfschanze ist, umso besser produzieren die Schneekanonen.

Derweil geht die Schneeproduktion auch an der Willinger Eissporthalle weiter. Jeden Tag werden beim Aufbereiten derEisfläche mit der Eismaschine mehrere Kubikmeter Eis und Schnee gesammelt, die sie fein sauber in einem großen Zelt hinter der Eishalle sammeln. Bis Mitte Dezember sollen so etwa 100 Kubikmeter Schnee zusammen kommen, mit denen Anlaufchef Michael Groß und seine Mannschaft am 19. und 20. Dezember den Anlauf der Mühlenkopfschanze herrichten wollen. Damit wird der steile Anlauf, auf dem die Springer bis zum Absprung mehr als 90 Stundenkilometer Fahrt aufnehmen, nach den Plänen des Ski-Clubs schon vor Weihnachten "weltcuptauglich" sein.

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