Schröder bleibt der MT treu

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Kassel/Melsungen. Malte Schröder und MT Melsungen verlängern Vertrag.

Handball. Die MT setzt bei Linkshändern auf deutsche Spieler: Nach zwei bereits getätigten Neuverpflichtungen für die kommende Saison hat die MT Melsungen nun mit einem Spieler aus dem aktuellen Kader vorzeitig verlängert. Der nordhessische Handball-Bundesligist und Malte Schröder, Linkshänder im rechten Rückraum, verständigten sich darauf, den bis zum Ende dieser Saison laufenden Vertrag bis Juni 2016 zu erweitern.

Damit ist es sicher: Die Position im rechten Rückraum wird nach dieser Saison auch weiterhin ausschließlich mit deutschen Linkshändern besetzt. Neben Michael Müller und Malte Schröder ist Youngster Jan Forstbauer, der ein Doppelspielrecht bei der SG Leutershausen besitzt, der Dritte im Bunde. Darüber hinaus bemerkenswert: Auch am rechten Flügel agieren bei der MT mit Johannes Sellin und Christian Hildebrand zwei deutsche Linkshänder. Diese Konstallation gibt es in der stärksten Liga der Welt - außer bei der MT Melsungen - nur noch ein weiteres Mal, nämlich beim TuS N-Lübbecke.

Von dort kam Malte Schröder im letzten Jahr zur MT und löste quasi im Austausch Jens Schöngarth ab. Dieser Wechsel hat sich nachweislich für die Spieler positiv ausgewirkt, beide konnten ihr jeweils neues Umfeld zur persönlichen Weiterentwicklung nutzen. Für Malte Schröder bestätigt dies sein Trainer Michael Roth: "Er hatte in der vergangenen Saison etwas Pech durch Verletzungen, absolvierte in diesem Jahr aber eine sehr gute Vorbereitung und hat seitdem einen richtigen Sprung nach vorn gemacht, an Athletik und Selbstvertrauen zugelegt und sich auch in der Abwehr gesteigert. Zudem ist er ein verlässlicher Spieler mit einer sehr professionellen Einstellung”.

Für den MT-Coach ist es obendrein wichtig, auf einer Position den richtigen Mix zu haben: "Michael Müller und Malte Schröder sind unterschiedliche Spielertypen, die im Wechsel eine gegnerische Abwehr jeweils vor neue Aufgaben stellen. Und das trägt letztlich auch dazu bei, dass eine  Mannschaft schwerer auszurechnen ist”.

Was Roth damit meint, war erst im letzten Spiel der MT gegen Minden wieder zu beobachten. Als Müller nach aufreibenden Zweikämpfen und kraftraubender Abwehrarbeit eine Pause brauchte, kam Schröder frisch von der Bank und fügte sich gleich mit seinem ersten Versuch nahtlos ins Angriffsspiel ein. Als Mann für die so genannten einfachen Tore drosch er per gewaltigem Sprungwurf den Ball unhaltbar ins gegnerische Netz. Das gelang dem Fast-Zweimeter-Mann anschließend noch zwei weitere Male, bei nur einem Fehlversuch.

"Ich fühle mich bei der MT sehr wohl und freue mich darauf, weiterhin Teil eines ehrgeizigen Projekts zu sein”, so der gebürtige Bielefelder, der seine Handballerkarriere beim Gütersloher Club TV Isselhorst begann. Zu den sportlichen Höhepunkten des 26-jährigen zählen zweifellos die Teilnahmen an den beiden Pokal-Final Fours in 2011 mit dem TuS N-Lübbecke und in diesem Jahr mit der MT Melsungen.

Dass Malte Schröder nicht nur wichtige, sondern auch besondere Treffer erzielen kann, hat er übrigens auch schon bewiesen, und zwar in diesem Jahr gleich zwei Mal: Im März warf er im Auswärtsspiel beim TSV Hannover-Burgdorf das 7.500ste und im September im Heimspiel gegen den HSV Handball das 8.000ste MT-Erstligator.

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