Schwitzen auf der Terrasse

+

Aufgrund des Hochwassers sitzen Mündens Ruderer aktuell auf dem Trockenen.

Hann. Münden. Trotz der milden Temperaturen der vergangenen Tage ist für Mündens Ruderer zur Zeit kein Wassertraining möglich. Schuld daran ist das momentane Fuldahochwasser.Zwölf Grad im Winter. Beim Blick auf das Thermometer trauten die Mitglieder der Trainingsgruppe des Mündener Rudervereins (MRV) ihren Augen nicht. Doch trotz der frühlingshaften Temperaturen, die ideal für das Rudertraining sind, musste die Mannschaft am vergangenen Wochenende an Land bleiben. Schuld daran war das Fuldahochwasser. "Spätestens bei 3,50 Metern ist Schluss", erklärt MRV-Trainer Thomas Kossert. Genau dann ist der höchste schiffbare Wasserstand auf der Fulda erreicht, so dass die gesamte Schifffahrt eingestellt werden muss. "In der Regel gehen wir aber schon ab einem Pegelstand von etwa drei Metern nicht mehr aufs Wasser", ergänzt Kossert. Die Gefahr, dass die teuren Rennboote durch herumtreibende Äste oder Baumstämme beschädigt werden könnten, sei bereits bei leichtem Hochwasser zu groß.

Da Rudern jedoch ein Outdoorsport ist, konnten und wollten die MRV-Sportler nicht auf die frische Luft verzichten. Sie stellten kurzerhand ihre Ruderergometer auf die Terrasse des Bootshauses und konnten ihre Trainingseinheit damit dennoch im Freien absolvieren. Auch wenn dies deutlich mehr Spaß machte als im stickigen Kraftraum zu trainieren, hofft die ganze Mannschaft nun auf fallende Pegel. "Auf den Ergometern lässt sich die Ruderbewegung ganz gut simulieren, einen adäquaten Ersatz für das Wassertraining stellen sie aber nicht dar", sagt Steuermann Jonas Gottwald. Bis das Wasser wieder sinkt, werden sich die Nachwuchsruderer jedoch noch eine Weile auf dem Ergometer, im Kraftraum oder beim Zirkeltraining in der Turnhalle quälen müssen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.