Sebastian Kehl an der Tischtennisplatte

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Fußball-Prominenz im Deutschen Tischtenniszentrum. Auch Christoph Metzelder beim Balleimer-Training im Vorfeld des TTBL-Finales mit TTC Maberzell.

Fulda/Düsseldorf. Die langjährigen Fußball-Nationalspieler Sebastian Kehl und Christoph Metzelder folgten einer Einladung von Bastian Steger (SV Werder Bremen) zu einem Treffen nach Düsseldorf. Mit dabei waren auch WM-Viertelfinalist Patrick Franziska (Borussia Düsseldorf) und Steffen Mengel (TTC Schwalbe Bergneustadt).

"Komm, ein bisschen bewegen." DTTZ-Cheftcoach Helmut Hampl ist inseinem Element. Balleimer-Training ist angesagt. "Ich spiele ganzlangsam", sagt Hampl zum Akteur auf der anderen Tischseite. Doch es istnicht etwas ein Tischtennis-Profi, der mit der Vorhand die Bälle über dasNetz spielt. Nein, ist es ist kein geringerer als der ehemalige Fußball-Profiund heutige Experte des Bezahl-Senders Sky, Christoph Metzelder.

Doch damit nicht genug: Am Nebentisch ist noch eine Fußball-Prominenz inAktion: Sebastian Kehl, der als Spieler von Borussia Dortmund amSaisonende seine aktive Karriere beenden wird, schlägt sich gegen BastianSteger mehr als achtbar. "Ich war schon ein wenig überrascht, wie gutSebastian spielt", gibt Steger nach der knapp 60-minütigen Einheit zu.

Dass Kehl sogar gegen den WM-Teilnehmer einige Ballwechsel zu seinenGunsten entschied, kommt nicht von ungefähr. "Ich habe in der Jugendselbst im Verein Tischtennis gespielt", erzählt der in Fulda geborene 35-Jährige. Mit 13 Jahren entschied sich Sebastian Kehl dann aber dazu,ausschließlich auf die Karte Fußball zu setzen. "Auch wenn der Ball bei mirheute ab und an etwas machte, was ich so nicht wollte, hat die Einheitsuper viel Spaß gemacht."

Patrick Franziska ließ es sich nicht nehmen, gegen Kehl anzutreten. "Sebastian hat einen guten Rückschlag und eine gefährliche Rückhand. Wenn er ein halbes Jahr mit Helmut Hampl  Balleimer-Training macht, sehe ich keine Probleme darin, dass er bei uns in der Mannschaft spielen kann", sagte Franziska mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht.

Als Sebastian Kehl das Einzeltraining von Christoph Metzelder mit Hampl kurz verfolgte, konnte sich der 31-fache Nationalspieler einen Kommentar nicht ersparen. "Sieht das bei mir auch so komisch mit dem Handgelenk aus?" Bastian Steger beruhigte Sebastian Kehl direkt. "Bei Christoph ist sicherlich noch Luft nach oben. Aber das  kriegen wir auch noch hin", merkte der Werder-Spieler an.

Nach einer anstrengenden Einheit stand der gesellige Teil auf demProgramm. In einem nahegelegenen, italienischen Restaurant wurde nichtnur die Fußball-Champions League verfolgt, sondern Sebastian Kehl undChristoph Metzelder plauderten zudem noch munter aus demNähkästchen. Bastian Steger, ebenfalls Sympathisant von BorussiaDortmund, lauschte mit seinen Nationalmannschaftskollegen PatrickFranziska sowie Steffen Mengel. Die beiden Gäste zeigten sehr vielInteresse an der Sportart Tischtennis, erkundigten sich nach der Qualitätdes Nachwuchses und ließen sich den Aufbau der Trainingsgruppeerklären. "Im Fußball wäre es unmöglich, mit Spielern aus einem Vereingemeinsam zu trainieren", ergänzt Sebastian Kehl.Nach einem fröhlichen und hochspannenden Abend trennten sich auf demDTTZ-Parkplatz die Wege des Quintetts. "Es hat sehr viel Spaß gemacht",sagte Patrick Franziska, für den es eine "schöne Abwechslung" im Rahmender Vorbereitung auf das TTBL-Finale am 24. Mai in der Frankfurter Fraport-Arena zwischen Borussia Düsseldorf und dem TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell war.

Auch Sebastian Kehl und Christoph Metzelder sprachen von "kurzweiligenStunden" in Düsseldorf. Einem Wiedersehen steht beiderseits nichts mehrim Weg. Vielleicht schon beim Sommerfest des Heimatvereins vonChristoph Metzelder, dem TuS Haltern. Dort kam es im August desvergangenen Jahres auch zum ersten Treffen zwischen Steger undMetzelder. Ein Kontakt, der nicht abbrach und weiter gepflegt wird.

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