Sinkewitz: „Ich bedaure dies zutiefst“

Knzell-Pilgerzell. Am heutigen Dienstagnachmittag hat der Ex-Tour-de-France-Teilnehmer Patrik Sinkewitz aus dem heimischen Pilgerzell seine Beic

Knzell-Pilgerzell. Am heutigen Dienstagnachmittag hat der Ex-Tour-de-France-Teilnehmer Patrik Sinkewitz aus dem heimischen Pilgerzell seine Beichte in Bezug auf Doping im Radsport abgegeben. FULDA AKTUELL verffentlicht seine Erklrung hier im Wortlaut:

"Ich habe heute meinen Antrag auf ffnung der B-Probe zurckgezogen. Ich will fr mein Fehlverhalten einstehen und die sich fr mich daraus ergebenden Folgen tragen. Ich will nicht taktieren, sondern zur Wahrheit zurckfinden.

Ich hatte mir Testogel besorgt, das von der Firma Jenapharm als Mittel zum Ausgleich von Testosterondefiziten angeboten wird. Das Gel wird auf die Haut aufgetragen und so vom Krper aufgenommen. Es soll gerade bei harten Trainingseinheiten einer besseren Erholung dienen.

Ohne nachzudenken bzw. schlichtweg in groer Dummheit hatte ich mir im Trainingslager in Frankreich am Abend vor der Dopingkontrolle heimlich Testogel auf den Oberarm aufgetragen. Dies tat ich instinktiv und ohne an die mglichen Folgen zu denken.

Es war ein groer Fehler und dem Team, meinen Kollegen, dem Sponsor und dem gesamten Radsport gegenber verantwortungslos das Testogel anzuwenden. Ich htte meine Leistung auch ohne schaffen knnen und ich habe das gemacht, was das T-Mobile Team mit seinem erheblichen Engagement gerade und als Vorbild fr andere verhindern wollte.

Ich bedauere dies zutiefst. Mein Eingestndnis soll mein erster Schritt zur Wiedergutmachung sein. Ich werde dem Bund Deutscher Radfahrer und der dort initiierten Unabhngigen Kommission zur Verfgung stehen. Ich hoffe und mchte dafr alles tun, damit tatschlich ein neuer Radsport ohne Doping mit all seiner sportlichen Faszination sich verwirklichen kann.

Ich wnsche, dass alle Radteams, vor allem auch mein T-Mobile-Team auf dem von ihm eingeschlagenen Weg weitermachen und sich nicht durch das - auch durch mich mit veranlasste - Geschehen entmutigen lassen.

Ich bin bereit, nach meiner Sperre in einem neuen Radsport wirklich mitzumachen. Dieser Herausforderung stelle ich mich."

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