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Sport und Kultur: Schüler spielen Fußball in Brasilien

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Von: Michael Seeger

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Auf den Spuren der Weltmeister: Nordhessische Nachwuchs-Fußballer kicken in Brasilien.

Nordhessen/Brasilien. Einen unvergesslichen Sport- und Kulturaustausch erlebten kürzlich 15 Jugendfußball-Talente aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Unter Planung und Leitung des Kreisjugendbildungsbeauftragten Dieter Elsner aus Guxhagen wandelten Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren auf den Spuren der Weltmeister – unter ihnen junge Fußballtalente aus Baunatal, Kassel, Schwalmstadt, Guxhagen, Alsfeld und Bechtelsberg.

Vom Flughafen in Frankfurt (Main) ging es über den Wolken nach Südamerika. Im brasilianischen Porto Alegre angekommen,  reisten die Nachwuchs-Kicker binnen 28 Tagen durch Brasilien und bis nach Risivi. Unterwegs spielten sie insgesamt acht Fußball-Turniere und entdeckten die schönsten Seiten des größten Landes in Südamerika.

"Für die Kinder war es eine tolle Erfahrung. Sie haben im WM-Stadion des Sportclubs "Internacional Porto Alegre" gespielt. Und im VIP-Bereich durften sie sogar Selfies mit dem Ex-Bundesliga-Profi Andrés D’Alessandro (VfL Wolfsburg, Anm. d. Red.) machen", erinnert sich Jörg Paul Diehl. Der Geschäftsführer des Modehauses Heynmöller Kleidung in Treysa reiste als Sponsor mit. Er stiftete vier Pokale und sponserte das Outfit der Schwalm-Eder-Auswahl. Die kämpfte in sehenswerten Nationalmannschafts-Trikots um wichtige Punkte.

Sport und Kultur im Vordergrund

Neben dem Fußball stand vor allem aber die Kultur im Vordergrund. So sahen die Kids neben den Traumstadien unter anderem die beeindruckenden Wasserfälle von Iguazú. Ein Tages-Trip führte die abenteuerlustige Bande später in eine Schokoladen-Fabrik in Paraguay.

"Der FSC Guxhagen unterstützt eine Schule im Armenviertel von Joao Pessoa", erklärt Dieter Elsner auf unsere Nachfrage. Monatlich bekomme die Schule finanzielle Zuwendungen. Davon werden die nötigen Materialien für die Schüler angeschafft. Die lernen unter anderem Deutsch. Fast jedes Jahr finde ein Austausch von brasilianischen und deutschen Schülern statt. "Das erste Mal waren wir im Jahr 2008 in Brasilien", erinnert sich Elsner.

Das Drücken der brasilianischen Schulbank gehörte auch beim diesjährigen Besuch der nordhessischen Fußball-Talente zum Pflicht-Programm. Auf die Frage, was genau die Fahrt in den Kindern bewirke, sagt Elsner: "Dadurch sehen sie, wie andere Kulturen mit geringeren Standards im Leben zurechtkommen. Und unsere Kinder merken, wie gut es ihnen eigentlich geht. " Schön zu sehen sei aber vor allem auch, dass immer wieder Freundschaften entstehen.

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